Herausgegeben von Wolfgang Klein, Anne Flierl und Volker Riedel.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.06.2010
Als editorische Großtat bejubelt Jens Malte Fischer die ersten beiden von vier Bänden mit Heinrich Manns Essays und publizistischen Texten, die Teil einer kritischen Gesamtausgabe sind. Nicht nur die ungeheure Energie und "Produktivität" lassen sich hier entdecken, mit der sich Mann stärker noch als sein Bruder Thomas in die aktuelle Tagespolitik einmischte, schwärmt der Rezensent. Gleichzeitig könne man seine politische Entwicklung nachvollziehen, die ihn in der Verteidigung der Weimarer Republik und in entschiedener Gegnerschaft zu den Nazis letztlich zum Anhänger Stalins machte, stellt Fischer fest. Ganz besonders beeindruckend findet der Rezensent, wie Mann bereits 1933 Hitlers Rhetorik als "Ersatzhandlung einer ins Leere laufenden Sexualität" deutet, wie es Joachim Fest in seiner Hitler-Biografie formuliert hat. Die Bände geben also Gelegenheit, einen großen "Zeitdiagnostiker", "Demokraten", "Polemiker" und "Europäer" wiederzulesen, freut sich Fischer, der auch der guten Lesbarkeit der Kommentierung und der "vortrefflichen" Dokumentierung der Bände seinen Respekt zollt.
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