Heide Hollmer, Albert Meier (Hg.)

Dramenlexikon des 18. Jahrhunderts

Unter Mitarbeit von Lars Korten und Thorsten Kruse
Cover: Dramenlexikon des 18. Jahrhunderts
C.H. Beck Verlag, München 2001
ISBN 9783406474514
Gebunden, 351 Seiten, 35,02 EUR

Klappentext

Das Dramenlexikon versammelt Inhaltsangaben und knappe Interpretationen zu wichtigen und auch entlegeneren Werken des deutschen Sprechtheaters im 18. Jahrhundert. Neben den prominenten Werken von Gottsched, Goethe, Lessing, Schiller und dem Sturm und Drang sind auch unbekanntere Dichter und Werke vertreten - von J.F.E. Albrechts Masaniello von Neapel bis hin zu J.H.D. Zschokkes Abällino der grosse Bandit. Die Dramenlandschaft der Aufklärung ist in mancher Hinsicht weitgehend unerforscht. Von den im 18. Jahrhundert gespielten Stücken deutscher Sprache ist heute nur ein winziger Ausschnitt präsent, obwohl die Textvorlagen zugänglich sind. Im "Dramenlexikon" geht es um die Basisinformation über solche Texte, die für die Theaterentwicklung im 18. Jahrhundert aussagekräftig sind.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2001

Wieder freut sich ein Rezensent über eine geschlossene Lücke. Der Band, verkündet "haj" zufrieden, trage der tatsächlichen Bedeutung des deutschen Dramas des 18. Jahrhunderts für das (Welt-)Theater Rechnung. Akzente des Lexikons erkennt er in den großen Namen (Goethe, Lenz, Wieland usw.), "die in teilweise imponierender Werkfülle vertreten sind", Überraschungen (der angenehmen Sorte, ist anzunehmen) erlebt er z.B. mit Zschokkes "Aballino". Dankbar ist er schließlich auch für "eine kulturhistorische Fundgrube." In so manchem damaligen Stück nämlich, sieh an, spiegeln sich "Reflexionen erlebter Zeitgeschichte".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.08.2001

Starke Nerven empfiehlt Hans-Jürgen Schings dem Leser dieses Lexikons, denn ein Drama mit Hauen, Stechen und vielen Toten jagt hier das nächste, allerdings, tröstet der Rezensent, gibt es auch viel romantische Liebe, wenn auch hier die Tragik eine große Rolle spielt. Doch bedauert der Rezensent, dass in den meisten der rund zweihundert Aufsätze die Lust, das Original zu lesen, so gar nicht geschürt wird. Stattdessen überwiege ein trockenes Germanistendeutsch, das Schings denn auch ausgiebig zitiert. Als Nachschlagewerk sei das Lexikon allerdings trotzdem geeignet, findet der Rezensent. Wer denn das "lexikalische Staccato" übersteht, könne seinen literarischen Kanon durchaus erweitern, so Schings.

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