Herausgegeben von Walter Jaeschke. Bearbeitet von Friedhelm Nicolin, Ingo Rill und Peter Kriegel. In Fortführung des 1989 erschienenen Bandes I der "Frühen Schriften" enthält Band II sämtliche Texte aus Hegels Frankfurter Jahren (1797-1800): die Manuskripte zur Geschichte Israels und zur griechischen, jüdischen und christlichen Religion, die zwei späten Fragmente über Religion und die neue Ausarbeitung einer Einleitung zu einer Schrift über die positive Religion. Außerdem Fragmente seiner ersten Flugschrift über die Verfassung Württembergs sowie geometrische Studien und kleinere Texte wie eine Beurteilung von Schillers "Wallenstein", ferner seine umfangreiche kommentierende Übersetzung von Jean Jacques Carts Briefen über das Verhältnis des Waadtlands zu Bern. Die von seinem Biografen Karl Rosenkranz aus dem Nachlass überlieferten Texte dieser Periode sowie der in Hegels Handschrift vorliegende, einem noch nicht identifizierten Verfasser zuzuschreibende Text "eine Ethik" runden den Inhalt des Bandes ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2014
Der zweite Band der Gesammelten Werke Hegels in historisch-kritischer Ausgabe scheint Jürgen Kaube zunächst einmal keine große Schlagzeile wert. Dann allerdings stellt der Rezensent überrascht fest, wie wenig der hier in seinen Frankfurter Schriften zutage tretende Hegel dem bisherigen Bild entspricht. Herausgeber Walter Jaeschke vermag Kaube davon zu überzeugen, dass der Frankfurter Hegel mitnichten der systematische religionsgeschichtliche Denker war, für den er ihn bislang hielt. Und auch nicht nach heutigen Maßstäben ein Philosoph mit einem Systemprogramm oder gar ein Mann des deutschen Idealismus. Hegel tritt dem Rezensenten aus den hier versammelten Frühen Schriften eher als vielseitig schweifender enzyklopädischer Geist entgegen, der sich für Ökonmie und Mathematik und Politik gleichermaßen interessierte, vor allem aber als Realist.
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