Herausgegeben von Philipp Lenhard. Der erste Band der Gesammelten Schriften Friedrich Pollocks enthält Texte aus der Zeit der Weimarer Republik, die sich mit der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie auseinandersetzen, insbesondere mit der Wertformanalyse und der Geldkritik. Die Texte - darunter Pollocks bislang unveröffentlichte Dissertation von 1923 - zeigen, dass der Mitbegründer des Frankfurter Instituts für Sozialforschung sich bereits sehr früh vom traditionellen Arbeitermarxismus gelöst und eine Neulektüre der Marxschen Schriften unternommen hat. Damit gehören seine Schriften aus dieser Zeit eindeutig zum Entstehungskontext des "westlichen Marxismus", der für die Herausbildung der Kritischen Theorie eine so zentrale Rolle spielen sollte.
Neben geldtheoretischen Untersuchungen versammelt der Band auch eine Polemik gegen den antisemitischen Soziologen Werner Sombart, eine Untersuchung zur industriellen Revolution in der Landwirtschaft sowie vier Rezensionen aus dem Nachlass. Ergänzt wird der Band um editorische Anmerkungen und ein Personenregister.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2018
Jörg Später lernt Friedrich Pollock, einen der Mitbegründer des Frankfurter Instituts für Sozialforschung, als Wissenschaftler kennen mit dem ersten Band der "Gesammelten Schriften" Pollocks. Der Band enthält laut Später nicht nur Pollocks Dissertation zum Marxschen Geldbegriff, sondern auch die Arbeiten aus den zwanziger Jahren, als Pollock gemeinsam mit Horkheimer Frankfurt unsicher machte, sowie eine "Streitschrift" gegen Werner Sombart. Ein kleines Schlaglicht auf Pollock, das Später neugierig macht auf die angekündigte Pollock-Biografie des Herausgebers Philipp Lenhard.
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