Louis Althusser, Jacques Ranciere

Das Kapital lesen

Mit Étienne Balibar, Roger Establet, Pierre Macherey und Jacques Rancière.
Cover: Das Kapital lesen
Westfälisches Dampfboot Verlag, Münster 2014
ISBN 9783896919526
Gebunden, 800 Seiten, 49,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Frieder Otto Wolf. Althussers epochales Werk erstmals ins Deutsche übersetzt: Vor 50 Jahren erschienen blieb dem Opus magnum Althussers und seiner Schüler in Deutschland bis heute - selbst in der Hochphase der Marx-Diskussion in den siebziger Jahren - die verdiente Rezeption weitgehend verwehrt. Die nun vorliegende Übersetzung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Sie kann der zu neuem Leben erwachten kritischen Auseinandersetzung mit Marx' Werk wichtigen Anschub geben, indem sie hilft, das hermeneutische, historistische und irrationalistische Erbe zu kritisieren, welches immer (noch nicht nur) auf der akademischen Philosophie lastet. Nur auf diese Weise wird es möglich werden, das kritische Potenzial der Kapital-Lektüre in der gegenwärtigen wissenschaftlichen und insbesondere in der politischen Debatte voll zu entfalten und dabei zugleich die deutsche Diskussion für die global geführten Debatten ebenso zu öffnen wie fruchtbar zu machen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.09.2015

Noch immer, meint Rezensent Fritz Göttler, könne man aus der Gebrochenheit von Louis Althussers Werk ungeheuer viel lernen. Göttlers Faszination für den "gefallenen Engel" des Pariser Intellektuellenhimmels, der geradezu starrsinnig am Stalinismus festhielt, halb wahnsinnig seine Frau umbrachte und aus der psychiatrischen Anstalt schließlich das härteste Bekenntnisbuch "seit Rousseau" vorlegte. "Das Kapital lesen" ist eine schwierige Lektüre, warnt Göttler - der Band verbindet Marxismus und Strukturalismus -, aber auch faszinierend in all ihrer Strenge und ihrem Fanatismus. Der Rezensent begrüßt, dass der in Zusammenarbeit mit anderen Autoren entstandene Band nun endlich auf Deutsch zu lesen ist.

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