Hat Papst Franziskus Recht, wenn er behauptet, dass die jetzige Wirtschaftsordnung ganze Bevölkerungsgruppen ausgrenzt, soziale Ungerechtigkeiten erzeugt und Gewalt hervorbringt? Diese Frage wird man eindeutig mit Ja beantworten. Also gilt, was einige namhafte Wirtschaftsexperten längst entdeckt haben: Reichtum, den viele erzeugen, darf nicht von wenigen angeeignet werden. Eine ausgewogene Verteilung des geschaffenen Reichtums dient dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Frieden. Und es kann nicht Staatsziel Nummer Eins sein, alle Nationen konkurrenzfähig und alle Menschen beschäftigungsfähig zu machen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.12.2014
Matthias Drobinski frohlockt: Der Sozialethiker und Jesuitenpater Friedhelm Hengsbach hat trotz der großen Schrift im Buch keine Erbauungslektüre verfasst, sondern eine pathosfreie, faktensatte Darlegung der sozioökonomischen Realität und, und hier wird das Buch für Drobinski erst richtig spannend und lesenswert, eine Aufforderung zur Änderung der Verhältnisse. Dass dies möglich ist, kann ihm der Autor vermitteln, indem er ökonomische Ungleichheit als nicht naturgesetzmäßig und also ethisch bewertbar erkennt. Den daraus sprechenden Optimismus hält Drobinski für höchst bemerkenswert.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…