In neuerer Zeit versuchen Politiker zunehmend, mit Mitteln des Rechts "Gerechtigkeit" zu erzeugen. Sie machen eine "soziale Schieflage" aus und fordern mehr Umverteilung. Dieses Buch nimmt die Gegenposition ein. Nicht (noch) mehr Politik ist angezeigt, sondern weniger Politik. Das Gemeinwesen steht im Dienst der Menschen - nicht umgekehrt. Nicht vermeintlich weltverbessernde Politiker sollen Entscheidungen für die Bürger treffen, sondern diese selbst. Der Autor konzipiert die Rechtsordnung als eine Infrastruktur zur Ausübung von Freiheiten. Richtschnur der Gesetzgebung sollte demnach sein, Menschen die Verwirklichung eigenverantwortlich gefasster Entschlüsse zu ermöglichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2013
Differenziert und genau findet Joachim Jahn die Art und Weise, wie der Bonner Wirtschaftsrechtler Daniel Zimmer in dieser Streitschrift zu mehr Eigenverantwortung des mündigen Bürgers aufruft. Haarsträubende Beispiele zur Glühbirnenverordnung, Bananenlänge und zu einheitlichen Versicherungstarifen liest der Rezensent beklommen und gefesselt zugleich und erkennt den Mangel an ökonomischer Vernunft und das Übermaß an Gängelung durch die EU. Dass der Band, den er auch als Einführung in die Grundlagen unserer Rechts- und Wirtschaftsordung anpreist, zur Diskussion einlädt, ist Jahn klar. Ebenso die wachsende Furcht vor PC und Gutmenschentum.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…