Das Thema des ersten Bandes, mit dem die Neue Folge der Reihe "Die Gesellschaft" eröffnet wird, war auch das Thema des ersten Bandes der von Martin Buber herausgegebenen Reihe; "Das Proletariat" von Werner Sombart erschien im Jahre 1906. Sombart zeigt das Ausmaß sowie die sozialen und psychischen Folgen der Verelendung der ärmsten Bevölkerungsschicht; er zeigt, was der Proletarier an Heimatverbundenheit, an Familiengemeinschaft, an Sicherheit eingebüßt hat und wie die Probleme im "Wohnungselend" kulminieren. Friedhelm Hengsbach kommentiert den Band von Sombart und schreibt die Geschichte des Proletariats bis in die jetzige Zeit fort. Er zeigt, in welchen Formen dieser Begriff heute noch seine Gültigkeit hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.08.2008
Gerald Braunberger begrüßt die Entscheidung für eine Neuausgabe von Martin Bubers Sammlung "Die Gesellschaft", einer Reihe von 40 Bänden über gesellschaftliche Themen wie das Proletariat, die Börse, die Religion, die Zeitung, den Weltverkehr, das Warenhaus und anderes, die der Religionsphilosoph vor rund 100 Jahren herausgeben hat. Er hebt hervor, dass die im Laufe der nächsten Jahre erscheinenden Bände um einen modernen Kommentar erweitert werden. Zudem werde die Reihe um zeitgenössische Themen ergänzt, die sich bei Buber nicht finden. Braunberger wirft einen kurzen Blick auf zwei bereits vorliegende Bände aus der Sammlung: "Das Proletariat" von Werner Sombart und "Die Arbeiterbewegung" von Eduard Bernstein. Besonders schätzt er Friedhelm Hengsbachs instruktive Einordnung der Sombartschen Kapitalismusanalyse. Eduard Bernsteins Beschreibung der Arbeiterbewegung vom späten Mittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert scheint ihm als Überblicksdarstellung auch heute noch "sehr gut geeignet".
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