Jenseits der abstrakten Prinzipien der traditionellen "katholischen Soziallehre" ist für Hengsbach die Praxis der gesellschaftspolitisch engagierten Christen beider Konfessionen der Ausgangspunkt für den Entwurf seiner Gesellschaftsethik. So bietet er überzeugende Antworten auf die brennenden Gegenwartsfragen: Zukunft der Arbeit, Solidarität unter den Bedingungen der "Globalisierung", Frauenbefreiung und ethisches Handeln in der entstehenden Weltgesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.08.2001
So ganz deutlich vermittelt Angelika Dörfler-Dierken nicht, welchen Ansatz und welche Kernaussagen der Jesuit Friedhelm Hengsbach trifft. Er fragt, so die Rezensentin, nach der Tendenz der römisch-katholischen Soziallehre in der Gegenwart, bemüht dafür eine aus diversen Quellen gespeiste Handlungstheorie, die Systemtheorie Luhmanns und die Diskurstheorie Habermas'. Für Dierksen hat sich daraus ergeben, dass Hengsbach erstaunlich offen sei für spätmoderne Denkmodelle und eine Veränderung und Entwicklung der katholischen Sozialethik.
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