Dieses Buch soll Mut machen. Es vereint ein beziehungsreiches Denken mit einer neuen Art zu handeln. Das Ziel: eine freie, faire und lebendige Gesellschaft. Doch das Gewohnte hat sich tief eingegraben in unseren Köpfen, in unserem Alltag, in Markt und Staat.
Silke Helfrich und David Bollier legen überkommene Denkmuster frei und entwerfen ein Programm für ein gelingendes Miteinander, ein anderes Politikverständnis und ein sorgendes Wirtschaften. Im Mittelpunkt stehen dabei Commons-Praktiken. Sie zeigen, wie wir in Verschiedenheit gemeinsame Ziele verfolgen. Ganz praktisch können so Häuser und Fahrzeuge in ähnlicher Weise wie die Wikipedia entstehen. Das Buch stiftet zudem an, wie ein "Commoner" zu denken.
Mutig und radikal findet Caspar Dohmen das Buch der Aktivisten und Forscher Silke Helfrich und David Bollier. Welches Potenzial in lebendigen sozialen Strukturen (Commons) steckt und wie sich mit ihnen gegen den ökonomischen Mainstream agieren lässt, erläutern die Autoren dem Rezensenten anhand von Beispielen aus dem Bereich der digitalen Medien und der Landwirtschaft. Dass sie, anknüpfend an Elinor Ostrom, auch Theoriearbeit leisten und etwa eine eigene Begrifflichkeit entwickeln, findet Dohmen bemerkenswert. Gefehlt hat ihm im Buch wertvolles Hintergrundwissen über das Scheitern von Commons, anregend und wichtig findet er das Buch aber allemal.
Knapp, aber begeistert bespricht Annette Jensen dieses Buch von Silke Helfrich und David Bollier. "Meilenstein"-Potenzial attestiert die Kritikerin dem Ansatz der Autoren, die hier die Theorie der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom weiterentwickeln, um eine Alternative zum Kapitalismus vorzustellen: Mittels der "Macht der Commons" könne nach Bedarf der Beteiligten produziert werden, lernt die Kritikerin, die hier auch Ideen für eine "commonsgerechte" Sprache und für "commons-förderliche" Gesetze mitnimmt.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…