In diesem Buch begegnen Sie Menschen, die für den Sozialstaat arbeiten. Sie pflegen, erziehen, versorgen, beraten, unterstützen, retten, begleiten Geburten und später in schwierigen Lebenslagen. Diese Menschen berichten über ihren Arbeitsalltag, über schöne und furchtbare Erlebnisse. Sie zeigen auf, was besser werden muss. Patrick Schreiner lässt die zu Wort kommen, denen selten zugehört wird. Er zeigt, warum wir den Sozialstaat brauchen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.08.2024
Mit großem Interesse liest Rezensent Constantin Hühn das Buch des Gewerkschafters Patrick Schreiner, das er vor allem für die stringente Argumentation und den sachlichen Stil lobt. Zwar seien die Sozialleistungen in den letzten Jahren gestiegen, aber gemessen am Wirtschaftswachstum seien sie immer noch minimal und entsprächen in keiner Weise dem Bedarf, liest der Kritiker. Scheiner belegt dies an mehreren Beispielen "chronischer Unterfinanzierung" im öffentlichen Sektor, etwa in der Pflege oder im Bildungssystem. Für Scheiner ist das Buch aber mehr als eine Sammlung empirischer Analysen: Schreiners Untersuchung sei zugleich eine theoretische Rekapitulation der Relevanz sozialstaatlicher Investitionen, ohne die dringende Dienstleistungen nicht mehr bezahlbar seien. Und schließlich biete das Buch eine Anleitung für alle, die den Sozialstaat verteidigen und unterstützen wollen, meint Hühn, der zudem aus der Letüre mitnimmt: Für den Ausbau des Sozialstaats fehlt es nicht an Geld, sondern am politischen Willen.
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