Herausgegeben von Christiane Mückenberger, Ingrid Poss, Anne Richter und dem Filmmuseum Potsdam. Mit 16-seitigem Bildteil. Als sich 1992 die Pforten des DEFA-Dokumentarstudios schlossen, ging eine Ära zu Ende: Das Lebenswerk von Altmeister Karl Gass hatte hier ebenso eine künstlerische Heimat wie die avantgardistischen Filme von Jürgen Böttcher oder die ersten Umweltfilme von Joachim Tschirner. Unter einzigartigen Bedingungen entstanden Meilensteine der Filmgeschichte, das international renommierte DOK-Festival in Leipzig repräsentierte den hohen Anspruch. Offen und kritisch blicken 20 Filmschaffende auf die Arbeit bei der DEFA zurück und schlagen die Brücke ins Heute.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2013
Ein Riesenkonvolut an Interviews mit ehemaligen Defa-Filmemachern hat Hans-Jörg Rother da in Händen. Leider hat sich niemand die Mühe gemacht, dem Band eine Struktur zu geben oder auch nur ein Resümee zu ziehen. Die Vorbemerkung von Ingrid Poss, im Auftrag des Filmmuseums Potsdam Mitherausgeberin des Bandes, erscheint Rother zu knapp. So verlegt er sich darauf, die Antworten auf die Eingangsfrage "Was war für Sie die Defa?" zu lesen und trifft auf die erwartbare Lakonie (Antwort: "Die Kantine"), aber auch auf weitschweifende Erinnerungen, wie die des Regisseurs und Malers Jürgen Böttcher, der sich sehr bildhaft zu erinnern und sogar zu sagen vermag, wie man Filme machen sollte.
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