Herausgegeben vom Filmmuseum Potsdam. Wenn niemand mehr weiß, wann genau eine nicht mehr existierende Institution gegründet oder umbenannt worden ist oder wer sie leitete, wird man künftig nicht mehr falsche Angaben von anderen Autoren übernehmen, sondern bei - oder auch 'im' - Jordan nachschlagen. Für Wissenschaftler und am Thema Film in der DDR Interessierte ein unentbehrliches Hilfsmittel. Seit Jahresende 2009 liegt das schwergewichtige, aufwändig redigierte Druckwerk des Vademekums vor, in dem der Autor Strukturen, Institutionen und wichtige Personen aus dem Filmbereich der DDR benennt und zuordnet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2010
Mit Günter Jordans Dokumentation "Film in der DDR" ist zwar laut Hans-Jörg Rother die Historiografie des ostdeutschen Films nicht abgeschlossen, doch lobt er sie als wichtiges Nachschlagewerk künftiger Filmhistoriker. Der Autor konzentriert sich in seinem "ziegelsteinschweren" Filmgeschichte, die zunächst im Internetportal der Defa-Stiftung zugänglich war und nun in Buchform vom Filmmuseum Potsdam herausgegeben wurde, nicht auf die Filme, sondern auf die Institutionen des DDR-Films und ihre Funktionsweise, betont der Rezensent. Der Leser erfährt hier viel Wichtiges, allerdings leider auch Nebensächliches, wie Rother bedauernd festhält. Und so hätte sich der Rezensent bei aller Anerkennung für die "akribische Kleinarbeit" des Autors eine kürzende, straffende Hand bei der Publikation gewünscht, zumal er auch einige Fehler und Lücken in dieser Dokumentation gefunden hat.
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