Stöbern nach Themen

Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Cordelia Fine

Die Geschlechterlüge

Die Macht der Vorurteile über Frau und Mann
Cover: Die Geschlechterlüge
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2012
ISBN 9783608947359
Kartoniert, 472 Seiten, 21,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Susanne Held. Viele bekannte populärwissenschaftliche Bestseller behaupten auf der Basis neurowissenschaftlicher Untersuchungen: Männer und Frauen haben unterschiedliche Gehirne und daher unterschiedliche Begabungen. Vermeintliche natürliche Unterschiede werden aufgebaut und dienen als Erklärung für gesellschaftliche Rollenstereotype. Die Neurowissenschaftlerin Cordelia Fine entlarvt, wie unter dem Deckmantel der Wissenschaft schlampige Untersuchungen, oberflächlich gedeutete Forschung und vage Beweise zu angeblichen Tatsachen gemacht wurden. Sie zeigt, wie unser Leben als Mann und Frau stark von geschlechtertypischen Erwartungen und Vorurteilen beeinflusst wird, selbst wenn wir sie nicht gut heißen. Und welch subtile Macht Stereotype ausüben können. Das Einzige, was wissenschaftlich bewiesen ist: Es gibt eine neuronale Plastizität. Unser Gehirn entwickelt sich vor allem durch psychologische Einflüsse, Erfahrungen und Tätigkeiten. Und für Männer und Frauen gilt: Alles ist möglich!

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.07.2012

Claudia Pinl begrüßt dieses Buch der Psychologin und Neurowissenschaftlerin Cordelia Fine über die "Geschlechterlüge". Sie attestiert der Autorin eine kritische Revision von hundert Studien und deren Schlussfolgerungen im Blick auf geschlechtsspezifisches Verhalten. Dabei wird für Pinl einmal mehr eindrucksvoll deutlich, dass sich Männer und Frauen wesentlich ähnlicher sind als zahlreiche angelsächsische Autoren meinen, die seit Jahren predigen, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern seien (evolutions-)biologisch, genetisch, hormonell, neuronal bestimmt. Fine widerlegt für sie im Detail den Mythos essenzieller Männlichkeit und Weiblichkeit. Das scheint ihr manchmal fast ein wenig ermüdend. Nichtsdestoweniger hält sie es für notwendig.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2012

Dass sich die Gleichberechtigung nicht erledigt hat, ahnt Melanie Mühl schon. Die Lektüre des Buches der Neurowissenschaftlerin Cordelia Fine aber macht ihr klar, wie weit der Weg ist, den wir noch zu gehen haben, zumal in den sogenannten fortschrittlichen Industrieländern. Im Vergleich zu Schwellenländern ist die geschlechterspezifische Berufswahl bei uns nämlich deutlich höher ausgeprägt! Gut an dem Buch gefallen Mühl nicht nur solche Augenöffner, sondern auch der immer wieder durchsickernde (nie schäumende) Zorn der Autorin auf die lieben Kollegen und die Verhältnisse. Das faktenreiche Buch über die Allgegenwart von Gender-Identität, meint sie, wird so auch noch amüsant.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern | Share on Google+

Cordelia Fine

Cordelia Fine, geboren 1975 in Toronto/Kanada, ist die Tochter der Schriftstellerin Anne Fine. Sie studierte Psychologie, Neurowissenschaften und Kriminologie in London und Toronto und lebt mit ihrem Mann und ihren ... mehr lesen
Anzeige
Klett-Cotta Verlag bei Facebook

Bücher zum gleichen Themenkomplex

Gregory Hickok: Warum wir verstehen, was andere fühlen. Der Mythos der Spiegelneuronen

Cover: Gregory Hickok. Warum wir verstehen, was andere fühlen - Der Mythos der Spiegelneuronen. Carl Hanser Verlag, 2015.
Carl Hanser Verlag, München 2015.
Angeblich sorgen sie dafür, dass wir verstehen, was andere fühlen: die Spiegelneuronen. Die Bedeutung dieser winzigen Nervenzellen ist jedoch nichts als ein Mythos. Der renommierte Spezialist in der&# … mehr lesen

Eyal Winter: Kluge Gefühle. Warum Angst, Wut und Liebe rationaler sind, als wir denken

Cover: Eyal Winter. Kluge Gefühle - Warum Angst, Wut und Liebe rationaler sind, als wir denken. DuMont Verlag, 2015.
DuMont Verlag, Köln 2015.
Aus dem Englischen von Harald Stadler. Warum wurden Bill Gates und Mark Zuckerberg aus Havard rausgeworfen? Weshalb pflegen wir die Illusion von Romantik? Wieso lieben wir Menschen, vor… … mehr lesen

Hans Goller: Wohnt Gott im Gehirn?. Warum die Neurowissenschaften die Religion nicht erklären

Cover: Hans Goller. Wohnt Gott im Gehirn? - Warum die Neurowissenschaften die Religion nicht erklären. Butzon und Bercker Verlag, 2015.
Butzon und Bercker Verlag, Kevelaer 2015.
Kann die Hirnforschung Religion erklären? Was ist von Nahtoderfahrungen zu halten? Die Experimente der Hirnforscher kritisch beleuchtet. … mehr lesen

Oliver Sacks: On the Move. Mein Leben

Cover: Oliver Sacks. On the Move - Mein Leben. Rowohlt Verlag, 2015.
Rowohlt Verlag, Reinbek 2015.
Aus dem Englischen von Hainer Kober. Oliver Sacks ist der berühmteste Neurologe der Welt. Jetzt legt Sacks eine von fesselnder Energie getriebene Autobiografie vor. Ehrlich und anrührend beschreibt … mehr lesen

Paul-Philipp Hanske/Benedikt Sarreiter: Neues von der anderen Seite. Die Wiederentdeckung des Psychedelischen

Cover: Paul-Philipp Hanske / Benedikt Sarreiter. Neues von der anderen Seite - Die Wiederentdeckung des Psychedelischen. Suhrkamp Verlag, 2015.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2015.
Ende der siebziger Jahre zeigte sich Albert Hofmann schwer enttäuscht vom Schicksal der von ihm entdeckten "Wunderdroge": "LSD - mein Sorgenkind" lautete der Titel des damals erschienenen Erinnerungsb … mehr lesen

Archiv: Buchautoren