Claudia Kemfert

Das fossile Imperium schlägt zurück

Warum wir die Energiewende jetzt verteidigen müssen
Cover: Das fossile Imperium schlägt zurück
Murmann Verlag, Hamburg 2017
ISBN 9783867745666
Kartoniert, 132 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Alles schien auf einem guten Weg. Die Energiewende schafft Wohlstand, macht unabhängig von geopolitischen Konflikten, schützt das Klima und stärkt die Demokratie. Und sie ist erfolgreich. Zu erfolgreich. Die 'alten' Energien und die Klimaskeptiker gehen nicht kampflos vom Platz. Anstelle von Rückzugsgefechten schalten die Lobbyisten der Kohleindustrie und Atomenergie auf Frontalangriff. Sie nutzen keine Armee, sondern Propaganda und 'Fake News'. Mit bislang unbekannter Aggressivität werden Behauptungen, Mythen und Fehlinformationen vorgetragen und der Klimawandel wird geleugnet. Unerwartet befinden wir uns mitten im Krieg der Energiewelten zwischen fossiler Energie und den erneuerbaren Energien. Besonders sichtbar in den USA. Doch auch in Deutschland und Europa ist nicht alles rosig. Das fossile Imperium schlägt zurück. Auch hierzulande. Es ist höchste Zeit zur Gegenwehr. Claudia Kemfert stellt den fatalen Irrtümern und gezielt falschen Informationen, die vor allem im Internet hartnäckig die Runde machen, sachliche Argumente und wissenschaftliche Fakten gegenüber. Verständlich und anschaulich erklärt sie die politischen und ökonomischen Zusammenhänge, erläutert die dramatischen Entwicklungen der letzten Jahre und zeigt auf, was Verbraucher, Politiker und Unternehmen jetzt tun müssen, um die erneuerbare Zukunft zu sichern. Die Energiewende ist das wichtigste Projekt auf der globalen Agenda. Wir müssen sie retten. Jetzt!

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.05.2017

Geballtes Expertenwissen zum Thema Energiewende findet Rezensentin Elisabeth von Thadden in Claudia Kemferts neuem Buch in jedem Fall. Die Ökologin, die Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen ist, legt ihr kampfeslustig dar, weshalb die europäische Energienwende gegen Trump und Putin verteidigt werden und trotz Terrorattacken, Brexit und Co. dringend in den Vordergrund gestellt werden müsse. Dass der Umbau der Energieversorgung nach einigen Fortschritten wieder stocke, liest die Kritikerin hier ebenso nach wie die Forderung nach einem verbindlichen Kohleausstieg bis 2040 oder nach einer Regulierung der Stromkosten für private Haushalte. Auch seien laut Kemfert weder Engpässe in der Stromversorgung noch eine Explosion der Kosten durch die Energiewende zu befürchten. Kemferts Fakten sind allerdings nicht alle "unumstritten", meint die Kritikerin, die das Buch offenbar dennoch mit Gewinn gelesen hat.