Robert B. Laughlin

Der Letzte macht das Licht aus

Die Zukunft der Energie
Cover: Der Letzte macht das Licht aus
Piper Verlag, München 2012
ISBN 9783492054676
Gebunden, 400 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Helmut Reuter. Ein massives Problem kommt auf uns zu, sagt Physiknobelpreisträger Robert B. Laughlin. In 200 Jahren sind alle fossilen Energievorräte unwiderruflich erschöpft und das ist durch physikalische Gesetze vorgegeben. Die Menschen werden um die verbleibenden Ressourcen kämpfen. Deren Kinder werden ihre Wohnungen mit anderen Energiequellen beheizen und beleuchten müssen. Doch eines ist sicher: Zu den uns bekannten Energiequellen gibt es keine Alternative. In Zeiten vom Super-GAU in Fukushima und dem deutschen Atomausstieg hat Robert B. Laughlin ein so erhellendes wie provozierendes Buch geschrieben über die neue Energiekrise und die nahezu verrückten Innovationen, auf die die Menschheit hoffen kann. Denn gerade in Deutschland verfügen wir über einzigartige technische Kompetenzen. Davon profitiert die ganze Welt, weil wir in dieser Krise alle in einem Boot sitzen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.08.2012

Munition für die Skeptiker der Erneuerbaren Energien stellt Peter Becker mit diesem Buch des amerikanischen Physikers Rober B. Laughlin vor. Einfach, klar, typischer amerikanischer Wissenschaftsjargon, nämlich fast ganz ohne wissenschaftliches Gehabe - so beschreibt Becker seine Lektüreeindrücke. Wer's braucht, meint er, nehme sich den 160 Seiten starken Apparat vor. Alle anderen lesen aus Sci-Fi-Perspektive, wie die Welt in 200 Jahren Energie tankt. Leider kommt der Autor nicht auf den Punkt, sondern verliert sich in Jahrmillionen der Erdgeschichte. Interessanter Stoff, findet auch Becker, nur kann er den Bezug zur Energiekrise nicht erkennen. Für Mitteleuropäer von Belang sei nur ein Kapitel, das sich mit Photovoltaik in den USA befasst. Doch von Visionen in diesem Buch: keine Spur.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2012

Ein gemischtes Fazit zieht Rezensent Manfred Lindinger aus diesem Buch des amerikanischen Physikers und Nobelpreisträgers Robert Laughlin. Laughlin geht darin der Frage nach, wie die Energieversorgung sicherstellt werden kann, wenn - voraussichtlich im Jahr 2212 - Öl, Gas und Kohle aufgebraucht sein werden. Viel hat Lindinger dabei gelernt über die Möglichkeit untermeerischer Pumpspeicherkraftwerke, über geschmolzenes Salz als Wärmespeicher und von Robotern betriebene Kraftwerke. Allerdings hat Lindinger auch viel über Atomkraftwerke und Schnelle Brüter erfahren, auf die Laughlin ebenfalls setzt. Und hier wird der Rezensent stutzig. Während Laughlin am Anfang noch die Energiekrise in schwärzesten Farben an die Wand malt, ist sie am Ende nur noch halb so wild, wenn nur ein paar Abstriche beim Klimaschutz gemacht werden. Das ist dem Rezensenten aber zu wenig und so attestiert er Laughlin nur, richtige Fragen gestellt, aber noch keine befriedigenden Antworten gefunden zu haben.
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