Das Zeitalter der kohlenstoffbasierten Energieerzeugung geht zu Ende. Eine vergleichbare Zäsur ist auch für das globale politische System zu erwarten.Menschen sind Gewohnheitstiere und stellen sich die Zukunft nur allzu gerne als eine Weiterführung der Gegenwart vor, das galt selbst nach so großen Umbrüchen wie dem Kollaps der Sowjetunion vor 30 Jahren. Und es gilt auch heute wieder, in Zeiten einer dreifachen Welterschütterung - der Pandemie, der galoppierenden Erderwärmung und der digitalen Revolution. Was aber, wenn der gewohnte Alltag nicht zurückkehrt?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.03.2022
Rezensent Johan Schloemann sieht beim Lesen von Joschka Fischers neuem Buch das besorgte Gesicht vor sich. Wie der Ex-Minister die Zukunft malt, kann Schloemann nicht anders als dunkel finden. Weit ausholend im Stil von "Big History" schreibt Fischer laut Schloemann prophetisch von Versorgungssicherheit, Gattungserhalt und vom absurden Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Aufrüstung. Dass der Autor über Forderungen kaum hinausgelangt, findet Schloemann allerdings bedauerlich. Ein paar konkrete Vorschläge für die rot-grüne Regierung hätte er von Fischer schon erwartet.
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