Christoph Seidler

Armstrongs Erben

Was der neue Kampf der Supermächte um den Mond für uns bedeutet
Cover: Armstrongs Erben
Piper Verlag, München 2025
ISBN 9783492073264
Gebunden, 336 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort des ESA-Astronauten Matthias Maurer. Seit mehr als 50 Jahren war kein Mensch mehr auf dem Mond. Doch ab 2025 beginnt die Rückkehr zu unserem Nachbarn im All - erst mit einem Vorbeiflug, dann mit Landungen. Ziel ist eine dauerhafte Präsenz. Für das Artemis-Programm haben die USA sich mit internationalen Partnern zusammengetan. Doch China schmiedet für sein ambitioniertes Mondprogramm ebenfalls Koalitionen, etwa mit Russland. Die Welt wird Zeuge eines neuen Wettlaufs im Weltraum. Dieses Buch hilft zu verstehen, was diesmal anders ist als bei den ersten Mondflügen, wer die Regeln bestimmt und was das mit uns auf der Erde zu tun hat.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 27.02.2025

Lesenswertes, insbesondere bezogen auf die politischen Aspekte der menschlichen Mondexpeditionen, findet Rezensent Gerrit Stratmann in Christoph Seidlers Buch. Dieses beschäftigt sich mit den neuerlichen Versuchen, Menschen zum Mond befördern, die derzeit in den USA und in China zugange sind, lange nach der ersten amerikanischen Mondexpedition, die damals weitgehend folgenlos blieb. Diesmal jedoch ist eine langfristige menschliche Präsenz inklusive womöglich Rohstoffgewinnung geplant, lernt der Rezensent. Das rufe vor allem politische Fragen auf den Plan, etwa hinsichtlich der Frage, ob der Mond auch weiterhin, wie im Weltraumvertrag des Jahres 1967 festgehalten, von nationalen Interessen unberührt bleiben soll. Wissenschaftlich mag das Thema Mond hochinteressant sein, die Lektüre dieses laut Rezensent gelungenen Buches warnt aber auch vor den Folgen eines geopolitischen Machtkampfs auf dem Mond, so der besorgte Kritiker.