Die Menschenrechte sind in der Gegenwart zur schlechthin grundlegenden und weltweit gültigen politischen Idee geworden. Auch wenn ihre Geschichte sehr viel weiter zurückreicht, beginnt der eigentliche Aufstieg der Menschenrechtsidee erst nach dem Zweiten Weltkrieg: in Reaktion auf die 'Akte der Barbarei' totalitärer Politik. Diese haben nicht nur die Praxis, sondern auch die Theorie der Menschenrechte vor gänzlich neue Herausforderungen gestellt, deren Umrisse in diesem Band erkundet werden. Es geht darin um philosophische Grundfragen der Menschenrechtsidee im Lichte gegenwärtiger politisch-moralischer Erfahrungen. Wie kann die politische Leitidee, dass alle Menschen als Gleiche zu berücksichtigen sind, heute verstanden, begründet und verwirklicht werden?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2008
Als "hochaktuelle und ungewöhnlich inspirierte Studie" würdigt Michael Pawlik dieses Buch über die Menschenrechte von Christoph Menke und Arnd Pollmann. Zustimmend äußert er sich über die Einschätzung der Autoren, die Menschenrechte seien in der Gegenwart zu einer grundlegenden und weltweit gültigen politischen Idee geworden, deren traditionelle Begründungen gleichzeitig nicht mehr tragfähig erschienen. Auch folgt er ihrer kritischen Auseinandersetzung mit den traditionellen Begründungsinstanzen Glaube, Natur und Vernunft, sowie mit der Argumentation für einen Verzicht auf Letztbegründung der Menschenrechte. "Überzeugend" nennt er den Befund der Autoren, man müsse eine Haltung der Anerkennung bereits eingenommen haben, um die spezifisch menschenrechtliche Form der Anerkennung anderer gutheißen zu können. Allerdings bleiben bei ihm Zweifel, wenn es darum geht, diese Haltung der Anerkennung in einen plausiblen Zusammenhang mit der Konzeption der Menschenrecht zu bringen. Doch auch da, wo er mit den Autoren nicht übereinstimmt, lobt er ihre "intellektuelle Redlichkeit".
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