Im Juni 1993 fand in Wien die Weltmenschenrechtskonferenz statt. Die dort angenommene Wiener Erklärung und ihr Aktionsprogramm setzten einen Meilenstein. Sie waren einerseits Ergebnis eines ausführlichen Diskussionsprozesses über den erreichten Stand der Menschenrechte in der Welt, die seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948 von der internationalen Gemeinschaft entwickelt worden waren. Andererseits signalisierte das Programm den Beginn weiterführender Anstrengungen für die Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte mit konkret anstehenden Aufgaben. Fünfzehn Jahre sind seither vergangen und Anlass genug, ein aktuelles Fazit aus zumindest drei verschiedenen Blickwinkeln zu ziehen. Erstens werden normative Aspekte der Universalität und Begründung von Menschenrechten betrachtet, zweitens die Reformbilanz und der Reformbedarf bei den Mechanismen des Menschenrechtsschutzes und des Büros der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte untersucht und drittens schließlich grundlegende Fragen der Diskriminierungsbekämpfung beleuchtet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2008
Was die beiden Herausgeber Eckart Klein und Christoph Menke und die weiterhin in diesem Band versammelten Beiträger zu den Themen und Fragestellungen der Wiener Menschenrechtskonferenz von 1993 zu sagen haben, findet Alexandra Kemmerer beachtlich. Für Kemmerer ergeben die kritisch bilanzierenden und konstruktiv analysierenden Texte eine "facettenreiche Momentaufnahme" der gegenwärtigen Menschenrechtsdiskussion. Ob Heiner Bielefeldt das Freiheitspotential dahinter erläutert oder Gregor Paul und Georg Lohmann diesbezüglich die Perspektive Richtung China erweitern. Ob Andreas von Arnauld die Rezensentin auf "subtile" Weise in die Diskussion hinein zieht, wenn er Handlungsorientierung in puncto Diskriminerungsverbote formuliert, oder ob Almuth Wittling-Vogel Innenansichten aus dem Staatsberichtsverfahren präsentiert. Stets führen die Beiträge der Rezensentin die feinen Unterschiede zwischen Politik und Recht und zwischen Philosophie und notwendiger Praxis eindringlich vor Augen.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…