Eckart Klein (Hg.), Christoph Menke (Hg.)

Universalität - Schutzmechanismen- Diskriminierungsverbote

15 Jahre Wiener Weltmenschenrechtskonferenz.
Cover: Universalität - Schutzmechanismen- Diskriminierungsverbote
Berliner Wissenschaftsverlag (BWV), Berlin 2008
ISBN 9783830515593
Kartoniert, 691 Seiten, 89,00 EUR

Klappentext

Im Juni 1993 fand in Wien die Weltmenschenrechtskonferenz statt. Die dort angenommene Wiener Erklärung und ihr Aktionsprogramm setzten einen Meilenstein. Sie waren einerseits Ergebnis eines ausführlichen Diskussionsprozesses über den erreichten Stand der Menschenrechte in der Welt, die seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948 von der internationalen Gemeinschaft entwickelt worden waren. Andererseits signalisierte das Programm den Beginn weiterführender Anstrengungen für die Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte mit konkret anstehenden Aufgaben. Fünfzehn Jahre sind seither vergangen und Anlass genug, ein aktuelles Fazit aus zumindest drei verschiedenen Blickwinkeln zu ziehen. Erstens werden normative Aspekte der Universalität und Begründung von Menschenrechten betrachtet, zweitens die Reformbilanz und der Reformbedarf bei den Mechanismen des Menschenrechtsschutzes und des Büros der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte untersucht und drittens schließlich grundlegende Fragen der Diskriminierungsbekämpfung beleuchtet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2008

Was die beiden Herausgeber Eckart Klein und Christoph Menke und die weiterhin in diesem Band versammelten Beiträger zu den Themen und Fragestellungen der Wiener Menschenrechtskonferenz von 1993 zu sagen haben, findet Alexandra Kemmerer beachtlich. Für Kemmerer ergeben die kritisch bilanzierenden und konstruktiv analysierenden Texte eine "facettenreiche Momentaufnahme" der gegenwärtigen Menschenrechtsdiskussion. Ob Heiner Bielefeldt das Freiheitspotential dahinter erläutert oder Gregor Paul und Georg Lohmann diesbezüglich die Perspektive Richtung China erweitern. Ob Andreas von Arnauld die Rezensentin auf "subtile" Weise in die Diskussion hinein zieht, wenn er Handlungsorientierung in puncto Diskriminerungsverbote formuliert, oder ob Almuth Wittling-Vogel Innenansichten aus dem Staatsberichtsverfahren präsentiert. Stets führen die Beiträge der Rezensentin die feinen Unterschiede zwischen Politik und Recht und zwischen Philosophie und notwendiger Praxis eindringlich vor Augen.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Beliebte Bücher

Norbert Gstrein. Im ersten Licht - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Norbert Gstrein: Im ersten Licht
Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…
Jana Hensel. Es war einmal ein Land - Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet. Aufbau Verlag, Berlin, 2026.Jana Hensel: Es war einmal ein Land
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun…
Robert Menasse. Die Lebensentscheidung - Novelle . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Robert Menasse: Die Lebensentscheidung
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…