Bernd Roeck

Geschichte Augsburgs

Cover: Geschichte Augsburgs
C. H. Beck Verlag, München 2005
ISBN 9783406531972
Gebunden, 221 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Mit 60 Farb- und Schwarzweißabbildungen. Die Stadt Augsburg hat eine große, eine europäische Geschichte. Als Metropole der mittelalterlichen Könige und Kaiser, als Heimat der Fugger und der Welser, der Renaissance und der Goldschmiedekunst erlangte die Stadt eine Bedeutung, die weit über die Landesgrenzen hinausreichte. Bernd Roeck schildert die bewegte Geschichte der Stadt von den Anfängen während des Römischen Reiches bis zur Gegenwart. Bereits in den Quellen des Altertums wurde die Provinzhauptstadt Augsburg als "glänzend" gefeiert. Ihre größte Bedeutung und Pracht entfaltete die Stadt des Reichstags, der bronzenen Prachtbrunnen, der Architektur des Elias Holl jedoch in der Frühen Neuzeit. Das Glaubensbekenntnis der Protestanten hat von dieser Stadt seinen Namen; ihre rechtliche Anerkennung erfolgte durch den Augsburger Religionsfrieden, den der Reichstag 1555 verabschiedete. Augsburg ist aber auch eine Stadt, deren Menschen Pest und Hunger, Not und Angst erlebten und die im Dreißigjährigen Krieg über die Hälfte ihrer Einwohner verlor.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.03.2006

Als "konzentrierte, lebendige Geschichte der Stadt Augsburg" würdigt Carl A. Hoffmann diese Arbeit des Historikers Bernd Roeck. Er kann es jedem ans Herz legen, der sich einen schnellen Überblick über Augsburgs Stadtgeschichte verschaffen möchte. Trotz des beschränkten Raums gelinge dem Autor immer wieder die "Synthese einer Gipfelwanderung von einem historischen Höhepunkt zum nächsten mit der Einbeziehung struktureller Entwicklungen der Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte". Daneben lobt Hoffmann auch die Ausgewogenheit dieser chronologisch gehaltenen Überblicksdarstellung, die auf einer breiten Forschungsliteratur basiert, ohne willkürliche Schwerpunktsetzung zugunsten einer Epoche auskommt. Vor allem die Epochen der Stadt werden für Hoffmann lebendig, in denen sie eine ganz besondere Individualität und Einzigartigkeit entfaltete, wie etwa im 16. Jahrhundert. Für das 19. und 20 Jahrhundert betone Roeck hingegen den Abfall in eine gewisse Provinzialität.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2005

Als "glanzvolles Buch" würdigt Michael Borgolte diese Geschichte Augsburgs, die der Historiker Bernd Roeck vorgelegt hat. Fasziniert zeigt der Rezensent sich nicht nur von der "berückenden Schönheit" der Abbildungen von Plastiken, Bilder und Bauten, die das Buch schmücken, sondern auch von Roecks elaboriertem Erzählstil. "Mit dem Maß der Gebildeten und der Leidenschaft der Liebenden" hat der Geschichtswissenschaftler sowohl Borgoltes Kopf als auch sein Herz erobert. Als "elegant und anschaulich" sowie "geistreich und klar" lobt er Roecks Darstellung der langen Entwicklung der Stadt. Und das ist noch nicht alles. Die Skizzen über Augsburg als wichtigster Finanzplatz der Christenheit und bedeutendstes Handelszentrum Mitteleuropas zur Zeit der Welser und Fugger um 1500 findet Borgolte "meisterhaft", die Kapitel über die Schlüsselrolle der Stadtgemeinde in der Reformation preist er als "leichthändig und markant nachgezeichnet", und die Reflexionen über den Segen und den Fluch der Augsburger Parität zwischen Protestanten und Katholiken schätzt er als "anregend".
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