Mit Beiträgen von Michael Friedrichs, Helmut Gier, Ursula Kohler, Petra Riesterer, Klaus Wengenmayr und Ralf Witzler. Die Chronik ist ein Dokument des Zeitgeistes und eine wichtige Quelle für die Augsburger Industriegeschichte. Sie ergibt ein detailliertes Bild der Papierherstellung um die Jahrhundertwende einschließlich sozialgeschichtlicher Daten. In den Aufsätzen von Michael Friedrichs, Helmut Gier und Ralf Witzler wird die literaturwissenschaftliche Dimension ausgelotet: Was "konnte" Vater Brecht als Autor? Wie war das Verhältnis Vater-Sohn? Welche Wirkung hatte die enge familiäre Verbundenheit mit der Firma Haindl auf den Bürgerschreck Bert Brecht und sein Werk? Insbesondere der Aufsatz über »die Rolle der Haindl?schen Papierfabriken in der Herausbildung der Autorpersönlichkeit Bert Brechts« von Helmut Gier trägt hier neue Aspekte zur Herausbildung der Autorpersönlichkeit Bert Brechts zusammen: »Ohne die Nähe zur Industriewirklichkeit und Welt der Arbeiter wäre Brecht nicht zu diesem herausragenden entschieden gesellschaftskritischen und politischen Dichter des 20. Jahrhunderts geworden.«
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…