Alexander Gauland zeichnet die Porträts bedeutender Persönlichkeiten wie Martin Luther, Friedrich der Große oder Bismarck, schildert die Wirren des Dreißigjährigen Kriegs, den Aufstieg Preußens, die Besatzung durch Napoleon und die Befreiungskriege und die wechselvollen Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Was war das überhaupt für ein Landstrich, in dem es über Jahrhunderte mehr Staaten gab als heute auf der ganzen Welt? Welche Streitigkeiten haben zu immer neuen Bündnissen geführt, und wie konnte aus den Kleinstaaten schließlich wieder ein Reich entstehen? Wie entwickelten sich die beiden deutschen Staaten, als der Eiserne Vorhang sie trennte?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.10.2009
Indem Alexander Gauland in seiner deutschen Geschichte vom Alten Reich ausgeht, umschifft er nach Ansicht von Gustav Seibt eine klassische "Schwierigkeit" der Geschichtsschreibung, die zwischen Mittelalter und Aufstieg der Preußen und Hohenzollern immer eine gewisse Brache liegen sah. Dann hätte sich der Rezensent aber auch etwas mehr Zuwendung für das römisch-deutsche Reich gewünscht. Der Autor überschätze für das Mittelalter die Macht des Alten Reiches und setze dafür seine kulturelle Bedeutung zu gering an, kritisiert Seibt. Auch die "Friedensleistung" des Reiches in der frühen Neuzeit, die in der jüngeren Forschung betont wird, sieht der Rezensent nicht entsprechend gewürdigt. Dass Gauland gern Dichter und Denker statt Historiker zitiert und sich in der jüngsten Geschichte auf zwei prominente Protagonisten konzentriert, ist für Seibt ganz nach der Historiografie der "alten Schule", doch sie weckt auf jeden Fall seine Debattierlust.
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