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Karl Friedrich Köppen

Karl Friedrich Köppen: Ausgewählte Schriften

2 Bände
Cover: Karl Friedrich Köppen: Ausgewählte Schriften
Akademie Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783050036250
Gebunden, 455 Seiten, 124,80 EUR

Klappentext

Mit einer biografischen und werkanalytischen Einleitung herausgegeben von Heinz Pepperle. Nach jahrzehntelangen Forschungen zum Junghegelianismus legt Heinz Pepperle nunmehr die erste repräsentative Auswahl der bislang schwer zugänglichen Schriften Karl Friedrich Köppens vor, die dessen ideengeschichtliche Entwicklung aufzeigt und nachweist, wie er in die geistigen Auseinandersetzungen um Menschenrechte und Demokratie in Deutschland eingriff. Im Mittelpunkt des ersten Bandes stehen neben einer umfangreichen biografischen und werkanalytischen Einführung des Herausgebers Köppens Schriften "Über Schubarths Unvereinbarkeit der Hegelschen Lehre mit dem preußischen Staate" und "Friedrich der Große und seine Widersacher". Der zweite Band enthält unter anderem die Arbeiten "Fichte und die Revolution", "Hexen und Hexenprozesse", Briefe und Dokumente sowie ein umfassendes Register.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.09.2003

Gert Lange findet es sehr begrüßenswert, dass jetzt auch Persönlichkeiten der "zweiten Reihe" aus der Zeit des Vormärz Beachtung finden. Er lobt deshalb den Herausgeber Pepperle für seine eingehende Einführung in Leben und Werk Köppens und bescheinigt ihm, damit "Pionierarbeit" geleistet zu haben. Lange geht hauptsächlich auf den "Leo-Hegelschen Streit" in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein, in den sich auch Köppen einschaltete. Der Rezensent hebt in seiner Kritik lobend hervor, dass der Herausgeber widerlegen kann, dass Köppen nach dem Scheitern der Märzrevolution politisch nicht mehr aktiv gewesen sei, wie in der bisherigen Forschungsliteratur zu lesen ist. Wenn er an der zweibändigen Werkausgabe etwas auszusetzen hat, dann, dass von dem "fundamentalen" Buch über den Buddhismus, in dem Köppen sich als erster deutscher Autor eingehend Gedanken zu dieser Religion macht, nur die "Schlussbemerkungen" enthalten sind.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.08.2003

Wer sich mit der deutschen Vormärzbewegung beschäftigt, wird vielleicht schon einmal dem Namen Karl Friedrich Köppen begegnet sein, allerdings nur am Rande, meint der mit "lx" zeichnende Rezensent. Die vorliegende zweibändige Schriftenauswahl belege jedoch, dass es sich bei Köppen um einen feurigen und durchaus wichtigen Verfechter der demokratischen Bewegung handele, der mit dem jungen Marx befreundet war und der auch während der Verhängung des Ausnahmezustandes seine politische Aktivität trotz des Verbotes nicht einstellte. Auch Heinz Pepperles "sorgfältige Einleitung" hat dem Rezensenten gefallen, weil sie eine "Milieustudie" des sogenannten "linkshegelianischen Kreises" liefert, dem auch Köppen angehörte.