Alain Badiou

Trump

Amerikas Wahl
Cover: Trump
Passagen-Verlag, Wien 2017
ISBN 9783709202654
Broschiert, 72 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen und Englischen von Martin Born. Wie erklärt man den Wahlsieg Donald Trumps? Welcher Form von Subjektivität bedarf es, um unter den gegebenen Umständen Widerstand zu ermöglichen? Wie können politische Programme und Aktionen aussehen angesichts der Krise der westlichen Demokratien, für die Trump als Symbol steht? Ein Tag, nachdem Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, hielt Alain Badiou einen Vortrag an der UCLA in Los Angeles, einige Tage darauf einen weiteren an der Tufts University in Boston. In diesen hochaktuellen und politisch brisanten Reden bezieht der Philosoph Stellung zur Situation in den USA. Neben der Analyse der Ursachen und Gründe, die einem Politiker, den er als "demokratischen Faschisten" bezeichnet, den Aufstieg zum sogenannten mächtigsten Mann der Welt ermöglicht haben, entwickelt Badiou hier Ansätze eines radikalen Gegenentwurfs: Er blickt nach vorn und versucht zu skizzieren, wie politischer Widerstand angesichts der aktuellen Ereignisse aussehen kann. Die Krise der westlichen Demokratien, deren jüngstes und vielleicht spektakulärstes Symptom der Wahlsieg Trumps darstellt, birgt neben der Bedrohung womöglich die Chance einer politischen Neuorientierung, eines Aufbruchs zu neuen Formen des Engagements jenseits der etablierten politischen Institutionen. Folgt auf diesen Schock ein politisches Erwachen im Westen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2017

Die beiden Vorträge des französischen Philosophen und Alt-Maoisten Alain Badiou erzählen Helmut Mayer gar nicht so viel über Trump. Vielmehr begegnet der amerikanische Präsident dem Rezensenten darin als Symptom des globalen Kapitalismus. Dass der Autor von hier aus flugs zu einem Grundsatz-Plädoyer der kommunistischen Alternative gelangt, wundert Mayer nicht. Privateigentum kassieren, Staaten abschaffen - kennt Mayer schon. Wenn der Autor Beckett zitiert, um das Ende des Kapitalismus zu beschwören, lauscht Mayer allerdings aufmerksam. So aufmerksam, dass ihm eine Nachlässigkeit des Lektorats nicht entgeht.
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