Leonid Dobycin

Leonid Dobycin, auch Dobytschin geschrieben, wurde 1894 im baltischen Ljucin als Sohn eines Arztes und einer Hebamme geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Dünaburg (Dwinsk, Daugavpils). Er ist Autor von 23 Erzählungen und zweier kleiner Romane. Sein Werk liegt auch in Russland erst seit 1999 vollständig vor. 1923 begann er zu schreiben. 1934 gelang ihm der Umzug nach Leningrad. Während der "Formalismus"-Debatte, die auch zur Absetzung von Schostakowitschs Oper "Die Lady Macbeth von Mzensk" führte, traf Dobycin der Vorwurf, sein Roman "Die Stadt N." sei ein "feindliches" Werk. Nach einer Schriftstellerversammlung im Jahr 1936, wo sein Werk einer vernichtenden Kritik unterzogen wurde, verschwand er spurlos. Man weiß nicht, ob er sich umgebracht hat oder vom Geheimdienst ermordet wurde.

Leonid Dobycin: Die Erzählungen.

Cover: Leonid Dobycin. Die Erzählungen. Friedenauer Presse, Berlin, 2013.
Friedenauer Presse, Berlin 2013
Aus dem Russischen von Peter Urban. Die hier vorgelegten kurzen Erzählungen Dobyčin - sie erschienen zwischen 1924 und 1930 verstreut in literarischen Zeitschriften und Almanachen Leningrads - bilden…

Leonid Dobycin: Die Stadt N.. Roman

Cover: Leonid Dobycin. Die Stadt N. - Roman. Friedenauer Presse, Berlin, 2009.
Friedenauer Presse, Berlin 2009
Aus dem Russischen und mit Anmerkung von Peter Urban. Leonid Dobycin geriet 1935 ins Zentrum der berüchtigten Formalismus-Debatte, er wurde als Volksfeind bezeichnet. Der Roman "Die Stadt N." erschien…

Leonid Dobycin: Evdokija. Eine Erzählung

Cover: Leonid Dobycin. Evdokija - Eine Erzählung. Friedenauer Presse, Berlin, 2008.
Friedenauer Presse, Berlin 2008
Aus dem Russischen übersetzt und herausgegeben von Peter Urban. Leonid Dobycin (1894-1936) gehört zu den großen Autoren jener lange verfemten Avantgarde, die erst nach dem Ende der Sowjetherrschaft allmählich…