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Irmgard Keun

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Leseprobe zu W. von Sternburg: Joseph Roth. Teil 3

Vorgeblättert 23.02.2009 […] Hermann Kesten reist an und sitzt Tag für Tag in den Strandcafes und schreibt an einem neuen historischen Roman: "Philipp II." Ernst Toller - auf dem Weg nach London - bleibt einige Tage. Dann taucht Irmgard Keun auf. Kesten erzählt: "In der Halle des Hotels Metropole fand ich ein hübsches junges Mädchen, blond und blauäugig, in einer weißen Bluse, das lieb lächelte und wie ein Fräulein aussah, mit dem man […] gleich tanzen gehen möchte. Aber wir saßen noch nicht am Tisch, bei einer Tasse Kaffee und einem Glas Wein, da sprach sie schon von Deutschland, mit blitzenden Augen und roten, witzigen Lippen. ? Irmgard Keun erzählte den ganzen Abend und die halbe Nacht, und wir tranken ein Glas Wein nach dem andern, beziehungsweise eine Tasse Kaffee nach der andern." Die 1905 in Berlin geborene Schriftstellerin hat […] . "Im April 1935 fuhr ich nach Ostende. Ich verreiste nicht, ich wanderte aus, und ich war keineswegs sicher, daß ich noch einmal wiedersehen würde, was ich verließ." Ganz so geradlinig, wie es Irmgard Keun in ihren Erinnerungen schreibt, ist es nicht zugegangen, aber sie ist zweifellos eine Gegnerin des neuen Regimes. In dem Seeort lernt sie auch Kisch kennen. "Wir saßen am Strand und tranken Vin […]