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Samuel Beckett

8 Artikel

Von Marcusejungen ausgebuht

Vom Nachttisch geräumt 14.05.2019 […] Brief von Samuel Beckett an Harold Pinter, 21. April 1969 Schreiben konnte er nicht und was er dennoch schrieb, taugte nichts, außerdem: Es fiel ihm nichts mehr ein und auf keinen Fall wollte er den Nobelpreis. So schrieb er. Was aber tat er? Er schrieb, er drehte Filme, er bekam den Nobelpreis. Die Rede ist von Samuel Beckett. Die deutsche Ausgabe seiner Briefe liegt jetzt mit dem mehr als 1000 […] Gebrauch machten. Dass mit dem Rechthaben allein noch wenig gewonnen ist, dass es vielmehr darauf ankommt, es klug umzusetzen, ist eine Einsicht, die einen meist erst ereilt, wenn es zu spät ist. Samuel Beckett: Was bleibt, wenn die Schreie enden? - Briefe 1966-1989, hrsg. von George Craig, Martha Dow Fehsenfeld, Dan Gunn, Lois More Overbeck Aus dem Englischen von Chris Hirte, Suhrkamp Verlag, Berlin […] Von Arno Widmann

Leseprobe zu Valeria Luiselli: Falsche Papiere. Teil 2

Vorgeblättert 09.01.2014 […] Dachfirst entlang. GEFÄHRLICHER ÜBERGANG Ein großer Schriftsteller »ist ein Zerstörer, der die Existenz steigert, sie bereichert, indem er sie unterminiert«, schreibt E.M. Cioran in Bezug auf Samuel Beckett. Dieser Zerstörer der Sprache, liegt krank auf dem Bett, in dem er ein paar Tage später sterben wird, und greift nach dem Federhalter, um das Weiß des Blatts zu durchbohren: comment dire - comment […]

Leseprobe zu Terry Eagleton: Das Böse. Teil 3

Vorgeblättert 28.03.2011 […] dezentriert - nicht die Tiefe besitzen, die für echte Destruktivität erforderlich ist. Für die Postmoderne ist nichts wirklich der Erlösung bedürftig. Bei Autoren der Hochmoderne wie Franz Kafka, Samuel Beckett oder dem frühen T. S. Eliot gibt es durchaus etwas, was auf Erlösung wartet, aber was es ist, lässt sich nicht mehr sagen. Die trostlosen, verwüsteten Landschaften Becketts sehen aus wie eine Welt […]

Vorgeblättert

Vorgeblättert 27.02.2006 […] die fast nur die Größten sich zu erlauben wagen und die das Besondere an ihnen im Kontrast hervortreten lässt, war bei ihm vollkommen ausgebildet. Fontenelle, Lobrede auf Malebranche (1716) Samuel Becketts große Schönheit setzte ihn den Blicken aus, aber sie verlieh ihm auch eine Art Unsichtbarkeit. Den Leuten auf der Straße, die ihn nicht kannten, fiel er oft auf, aber die, denen er häufig begegnete […] nahe war, und nicht das Entfernte, das in dieser Nähe sich zeigte; und das Entfernte verschwindet, sobald die Anwesenheit endet", schreibt Maurice Blanchot in Die Freundschaft. Aber die Nähe, die Samuel Beckett jemandem schenkte, der in allem, außer in der Zuneigung, verschieden und unterlegen war, schuf Entferntes von solcher Art, dass es nicht mehr von seiner Anwesenheit abhing, dass es mich ganz erfüllte […]