Kunst
(Financial Times) Die Londoner Lisson Gallery zeigt ab 27. September eine Ausstellung des chinesischen Künstlers Liu Xiaodong. Seine Sache sind nicht Konzeptkunst oder Installationen, sondern figurative Malerei. Für die Ausstellung arbeitete er vier Wochen an Orten in und um die unglamouröse Edgeware Road in London, berichtet Barnaby Martin. Zum Beispiel in dem Pub "The Perseverance", wo er den Gastwirt, dessen Frau und den Koch malte (fehlten nur noch der Dieb und der Liebhaber). Links, via biblioklept, Lius "Fetter Enkel".
(Art-Magazin) Michael Köhler wirft einen Blick auf das Kunstprogramm der Ruhr-Triennale (23.8.-6.10): Erlebnis- und Mitmachkunst, schauder. Dafür darf man auch mal was kaputt machen: Etwa in William Forsythes "Nowhere and Everywhere", "ein sacht in Bewegung versetzter Pendelwald. Insgesamt 400 Pendel hängen bis knapp über den Boden an dünnen Fäden von der Decke, und da das Betreten des Waldes ausdrücklich erwünscht ist, findet man sich bald in einem Labyrinth aus mechanisch choreografierten Schwingungen gefangen. Den Pendeln mehr oder minder leichtfüßig ausweichend, wird man dabei unversehens zum Tänzer, wenn man sich nicht wie Douglas Gordon die Blöße geben will, einen der Fäden strauchelnd aus der Halterung zu reißen."
So sieht das aus:
(taz) Und da wir gerade bei der Ruhr-Triennale sind: Sehr lesenswert ist auch Christian Werthschultes Artikel über die neue Arbeit des britischen Dokumentarfilmer Adam Curtis, bei deren Aufführung in der Kraftzentrale im Duisburger Landschaftspark Massive Attack spielen. Laut Curtis "a musical entertainment about the power of illusion and the illusion of power".
Außerdem werden besprochen
- welt: Andreas Mühes Fotoserie "A. M." mit Angela Merkel (die gar nicht Angela Merkel ist) an deutschen Erinnerungsorten (einige Bilder)
- faz: die Ausstellung zur Kindheit in der Steinzeit im Neanderthal Museum in Mettmann,
- faz: Maurizio Cattelan in der Fondation Beyeler
- tsp: Friedrich von Borries' Pyramide vor dem Hamburger Bahnhof in Berlin
- bz: Kjell Erik Killi Olsen in der Galerie Loock in Berlin
- bz: die Ausstellung des 79-jährigen Bühnenbildners Horst Sagert in Neuhardenberg
Literatur
Übersetzerin Kathy Derbyshire war einen trinken mit Eugen Ruge: "We start off on a little smalltalk about where I'm from and how I got to Berlin. There was a man involved, I say, who turned out to be an idiot but I stayed anyway. I tell him I know a few women here who've fallen for fools before their German was good enough to notice that all their jokes were stolen, and that takes us on to the importance of a sense of humour in relationships. Is it as important to Germans as it is to Brits, I ask, and he nods vigorously. The German equivalent to lonely-hearts jargon GSOH is 'humorvoller Mittfünfziger', he says. I pull a face."
(faz) Hier das leicht gekürzte Nachwort von Bernd Eilert zur Neuübersetzung von Nathanael Wests "Der Tag der Heuschrecke"
Außerdem werden besprochen:
- culturmag: "Eine Literaturgeschichte: Österreich seit 1650" von Klaus Zeyringer und Helmut Gollner.
- nzz: Per Olov Enquists Roman "Das Buch der Gleichnisse"
- nzz: Fritz Rudolf Fries' Roman "Last Exit to El Paso"
- nzz: Clive H. Churchs und Randolph C. Heads Buch "A Concise History of Switzerland"
- sz: David Prudhommes Graphic Novel "Einmal durch den Louvre",
- sz: Abbas Khiders Roman "Brief in die Auberginenrepublik"
- bz: Tobias Rüthers Band über "Männerfreundschaft"
Nachrufe auf Wolfgang Herrndorf
- merkur: Der Merkur hat als Hommage an den verstorbenen Wolfgang Herrndorf Michael Maars Besprechung von "Sand" aus dem Jahr 2012 in sein Blog gestellt.
- welt: Jan Küveler schreibt zum Tod des krebskranken Autors: "Als Herrndorf seine Diagnose erfuhr, fragte er sich keine Sekunde: 'Warum ich?' Sondern: 'Warum denn nicht ich? Willkommen in der biochemischen Lotterie.'"
- tsp: Gerrit Bartels zeichnet in seinem Nachruf ein sehr liebevolles Porträt: "In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur hatte Wolfgang Herrndorf etwas Solitäres: mit seinem trockenen Humor, seiner ihm eigenen, vorsichtigen Distanz, einer sympathischen Verpeiltheit und auch seiner Ambitoniertheit."
- sz: Von Herrndorf, so Jens Bisky, "bleiben vier große Bücher, die auf verschiedenen Wegen noch einmal die ganz großen Fragen stellen: nach der Einsamkeit, der Sehnsucht, dem Glück, dem Bösen im Menschen und in der Welt.
- faz: Felicitas von Lovenberg schreibt zum Tod von Wolfgang Herrndorf: fjs sdlfj asdflkjasd awdfasd fjasdfladsjf
- zeit: Fokke Joel schreibt: f sdkf asdlkfj asdflkj fjasdflkjas
- bz: Peter Michalzik schreibt: djfad fasdfakdf jasdafsdfl kjasd
Musik
Eminem hat was im Ofen. Hier ein Vorgeschmack:
Besprochen werden
- faz: das neue Album von Ex-Hüsker-Dü-Drummer Grant Hart
- faz: Konzerte beim Weimarer Kunstfest Pelerinage
- faz: das neue Album von Soulsängerin Mavis Staple
- zeit: das neue Album der Babyshambles
- tsp: King Krules Britpop-Debütalbum "6 Feet Beneath the Moon"
Darstellende Kunst
(nachtkritik) "Im Grunde sind wir Deutschen Hüpfer. Nicht schnaufende Trampel, oder wuchtig heranrollende Walzen, wie es oft heißt. Sondern Hüpfer. Zumindest beim Tanzen", lernt Christian Rakow bei Jochen Rollers Choreografie "Trachtenbummler" für das Berliner Festival "Tanz im August". Trotz des Titels tanzt man hier nicht nur zu Volksmusik. "Zu diversen Pop-Songs, die von Weltmusik über Seeeds 'Aufstehn' bis zum Disco-Kracher 'Bucky Done Gun' von M.I.A. reichen, verwandeln Roller und sein Team mit großer innerer Ruhe solche Preziosen wie den 'Schwarzwälder Fastnachtstanz', den 'Lausitzer Schlängelreigen', die 'Sudetendeutsche Mazurka' oder den 'Vorarlberger Ländler' in reinste Dancefloor-Perlen."
Film
- sz: Rasmus Gerlachs Film "Apple Stories"
- faz: Thomas Arslans Western "Gold"
- bz, welt: Lars Eidingers Film "Du bist dran"
- pt: "New World" von Park Hoon-jung, "Drug War" von Johnnie To, "The Look of Love" von Michael Winterbottom
(Financial Times) Die Londoner Lisson Gallery zeigt ab 27. September eine Ausstellung des chinesischen Künstlers Liu Xiaodong. Seine Sache sind nicht Konzeptkunst oder Installationen, sondern figurative Malerei. Für die Ausstellung arbeitete er vier Wochen an Orten in und um die unglamouröse Edgeware Road in London, berichtet Barnaby Martin. Zum Beispiel in dem Pub "The Perseverance", wo er den Gastwirt, dessen Frau und den Koch malte (fehlten nur noch der Dieb und der Liebhaber). Links, via biblioklept, Lius "Fetter Enkel".(Art-Magazin) Michael Köhler wirft einen Blick auf das Kunstprogramm der Ruhr-Triennale (23.8.-6.10): Erlebnis- und Mitmachkunst, schauder. Dafür darf man auch mal was kaputt machen: Etwa in William Forsythes "Nowhere and Everywhere", "ein sacht in Bewegung versetzter Pendelwald. Insgesamt 400 Pendel hängen bis knapp über den Boden an dünnen Fäden von der Decke, und da das Betreten des Waldes ausdrücklich erwünscht ist, findet man sich bald in einem Labyrinth aus mechanisch choreografierten Schwingungen gefangen. Den Pendeln mehr oder minder leichtfüßig ausweichend, wird man dabei unversehens zum Tänzer, wenn man sich nicht wie Douglas Gordon die Blöße geben will, einen der Fäden strauchelnd aus der Halterung zu reißen."
So sieht das aus:
(taz) Und da wir gerade bei der Ruhr-Triennale sind: Sehr lesenswert ist auch Christian Werthschultes Artikel über die neue Arbeit des britischen Dokumentarfilmer Adam Curtis, bei deren Aufführung in der Kraftzentrale im Duisburger Landschaftspark Massive Attack spielen. Laut Curtis "a musical entertainment about the power of illusion and the illusion of power".
Außerdem werden besprochen
- welt: Andreas Mühes Fotoserie "A. M." mit Angela Merkel (die gar nicht Angela Merkel ist) an deutschen Erinnerungsorten (einige Bilder)
- faz: die Ausstellung zur Kindheit in der Steinzeit im Neanderthal Museum in Mettmann,
- faz: Maurizio Cattelan in der Fondation Beyeler
- tsp: Friedrich von Borries' Pyramide vor dem Hamburger Bahnhof in Berlin
- bz: Kjell Erik Killi Olsen in der Galerie Loock in Berlin
- bz: die Ausstellung des 79-jährigen Bühnenbildners Horst Sagert in Neuhardenberg
Literatur
Übersetzerin Kathy Derbyshire war einen trinken mit Eugen Ruge: "We start off on a little smalltalk about where I'm from and how I got to Berlin. There was a man involved, I say, who turned out to be an idiot but I stayed anyway. I tell him I know a few women here who've fallen for fools before their German was good enough to notice that all their jokes were stolen, and that takes us on to the importance of a sense of humour in relationships. Is it as important to Germans as it is to Brits, I ask, and he nods vigorously. The German equivalent to lonely-hearts jargon GSOH is 'humorvoller Mittfünfziger', he says. I pull a face."
(faz) Hier das leicht gekürzte Nachwort von Bernd Eilert zur Neuübersetzung von Nathanael Wests "Der Tag der Heuschrecke"
Außerdem werden besprochen:
- culturmag: "Eine Literaturgeschichte: Österreich seit 1650" von Klaus Zeyringer und Helmut Gollner.
- nzz: Per Olov Enquists Roman "Das Buch der Gleichnisse"
- nzz: Fritz Rudolf Fries' Roman "Last Exit to El Paso"
- nzz: Clive H. Churchs und Randolph C. Heads Buch "A Concise History of Switzerland"
- sz: David Prudhommes Graphic Novel "Einmal durch den Louvre",
- sz: Abbas Khiders Roman "Brief in die Auberginenrepublik"
- bz: Tobias Rüthers Band über "Männerfreundschaft"
Nachrufe auf Wolfgang Herrndorf
- merkur: Der Merkur hat als Hommage an den verstorbenen Wolfgang Herrndorf Michael Maars Besprechung von "Sand" aus dem Jahr 2012 in sein Blog gestellt.
- welt: Jan Küveler schreibt zum Tod des krebskranken Autors: "Als Herrndorf seine Diagnose erfuhr, fragte er sich keine Sekunde: 'Warum ich?' Sondern: 'Warum denn nicht ich? Willkommen in der biochemischen Lotterie.'"
- tsp: Gerrit Bartels zeichnet in seinem Nachruf ein sehr liebevolles Porträt: "In der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur hatte Wolfgang Herrndorf etwas Solitäres: mit seinem trockenen Humor, seiner ihm eigenen, vorsichtigen Distanz, einer sympathischen Verpeiltheit und auch seiner Ambitoniertheit."
- sz: Von Herrndorf, so Jens Bisky, "bleiben vier große Bücher, die auf verschiedenen Wegen noch einmal die ganz großen Fragen stellen: nach der Einsamkeit, der Sehnsucht, dem Glück, dem Bösen im Menschen und in der Welt.
- faz: Felicitas von Lovenberg schreibt zum Tod von Wolfgang Herrndorf: fjs sdlfj asdflkjasd awdfasd fjasdfladsjf
- zeit: Fokke Joel schreibt: f sdkf asdlkfj asdflkj fjasdflkjas
- bz: Peter Michalzik schreibt: djfad fasdfakdf jasdafsdfl kjasd
Musik
Eminem hat was im Ofen. Hier ein Vorgeschmack:
Besprochen werden
- faz: das neue Album von Ex-Hüsker-Dü-Drummer Grant Hart
- faz: Konzerte beim Weimarer Kunstfest Pelerinage
- faz: das neue Album von Soulsängerin Mavis Staple
- zeit: das neue Album der Babyshambles
- tsp: King Krules Britpop-Debütalbum "6 Feet Beneath the Moon"
Darstellende Kunst
(nachtkritik) "Im Grunde sind wir Deutschen Hüpfer. Nicht schnaufende Trampel, oder wuchtig heranrollende Walzen, wie es oft heißt. Sondern Hüpfer. Zumindest beim Tanzen", lernt Christian Rakow bei Jochen Rollers Choreografie "Trachtenbummler" für das Berliner Festival "Tanz im August". Trotz des Titels tanzt man hier nicht nur zu Volksmusik. "Zu diversen Pop-Songs, die von Weltmusik über Seeeds 'Aufstehn' bis zum Disco-Kracher 'Bucky Done Gun' von M.I.A. reichen, verwandeln Roller und sein Team mit großer innerer Ruhe solche Preziosen wie den 'Schwarzwälder Fastnachtstanz', den 'Lausitzer Schlängelreigen', die 'Sudetendeutsche Mazurka' oder den 'Vorarlberger Ländler' in reinste Dancefloor-Perlen."Film
- sz: Rasmus Gerlachs Film "Apple Stories"
- faz: Thomas Arslans Western "Gold"
- bz, welt: Lars Eidingers Film "Du bist dran"
- pt: "New World" von Park Hoon-jung, "Drug War" von Johnnie To, "The Look of Love" von Michael Winterbottom