Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.11.2005
Manfred Loimeier, Herausgeber der Kurzgeschichtensammlung "Yizo Yizo" - das ist Zulu und heißt so viel wie: "So ist es" -, notiert, dass sich das Themenspektrum der jungen südafrikanischen Literatur seit dem Ende der Apartheid stark erweitert habe, und der Schriftsteller Andre Brink verheißt für die nahe Zukunft eine "Explosion der Kreativität". Uwe Stolzmann aber widerspricht leise. Er hat diese Texte von bei uns noch weitgehend unbekannten südafrikanischen Autoren gelesen. Geschildert wird, so sein Fazit, eine Gesellschaft im Umbruch; es werden Momentaufnahmen von Gewalt und Verelendung gezeigt. Der Rezensent begegnet den Stories von Autoren wie Finuala Dowling, Faridia Karodia, Niq Mhlongo und K. Sello Duiker mit Sympathie, aber auch mit einem grundlegenden Vorbehalt: "Die meisten der hier vorgestellten Autoren sind, das spürt man, erst am Tasten und Suchen."
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