Veronique Tadjo

Hinter uns der Regen

Roman
Cover: Hinter uns der Regen
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2002
ISBN 9783872948984
Gebunden, 160 Seiten, 15,50 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Sigrid Gross. Ein Liebespaar - er schwarz, sie weiß - in einer afrikanischen Stadt. Eloka, den modernen Odysseus, zieht es immer wieder fort von zuhause, von seiner heißen und stickigen Stadt, die ihm fremd geworden ist, aber immer wieder kehrt er mit neuer Hoffnung zurück zu der geliebten Frau. Das Paar erlebt die Machtlosigkeit gegenüber den Gesetzen der Liebe, findet aber trotzdem die Kraft, sie neu zu beleben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.08.2002

Eine Neuerscheinung, die eigentlich gar keine mehr ist. Véronique Tadjos Roman "Hinter uns im Regen", der in deutscher Übersetzung schon einmal erschienen war, ist vordergründig die in Ruanda spielende Liebesgeschichte zwischen Aimée und Eloka unter Einbindung der traurigen Thematik des Völkermordes, erklärt Rezensent Heinz Hug, will aber darin aber noch mehr erkennen. Ruanda stehe in Wirklichkeit exemplarisch für etwas viel Größeres: den gesamten afrikanischen Kontinent, der heutzutage zerrissen sei zwischen Tradition, Naturverbundenheit und Moderne, der "Unlebbarkeit der Städte, die die Menschen völlig von der Natur abschneiden". Zwei mögliche Einwände fallen Hug gegen das Buch ein: Zum einen fehle eine "geografische und zeitliche Situierung", außerdem weise der Roman "ein geringes Maß an Geschlossenheit auf". Der Rezensent verteidigt die Autorin jedoch sofort! Der fragmentarische Charakter des Romans, schreibt er, spiegelt schließlich die "Unübersichtlichkeit und Sinnlosigkeit der (afrikanischen) Realität" wieder. Während der Arbeit an dem Buch lebte Tadjo in Nairobi, was dem Buch, wie Hug findet, sehr zugute kommt: Die Autorin belebe nicht nur Erinnerungen wieder, sondern zu ihrer engagierten Arbeit gehöre auch, "sich zu den Quellen zu begeben", auf den schwarzen Kontinent.
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