Klappentext

Aus dem Englischen von Eva Plorin. Die Nigerianerin Deola ist 39 und hat viel erreicht. Sie arbeitet in London als Wirtschaftsprüferin internationaler Hilfsorganisationen. Sensibel und aufmerksam wie ein Seismograph nimmt sie täglich die Ignoranz ihrer Mitmenschen gegenüber der afrikanischen Wirklichkeit in beiläufigen Worten und Gesten wie haarfeine Stiche wahr. Als Deola beruflich nach Nigeria fliegt, sieht sie ihre Familie und Freunde wieder, und die Reise wird zum Prüfstein für ihre Gefühle. Sie muss sich den Erwartungen der Familie entziehen, deren Vorstellungen von einem erfüllten Frauenleben immer noch untrennbar mit Ehe und Mutterschaft verbunden sind. Auch wird sie wieder mit der Wirklichkeit des Lebens im Moloch Lagos konfrontiert, und so steckt sie fest zwischen den beiden Anteilen ihres Lebens. Deolas Reise bringt alles in Bewegung, und am Ende fällt sie eine Entscheidung, die ihr Leben in neue Bahnen lenkt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2013

Die Lebenswirklichkeit junger afrikanischer Weltbürger bringt Sefi Atta laut Sabine Berking in diesem Roman recht gut rüber. Der etwas hölzerne Stil der Autorin, deren Protagonisten zwischen Laos und London hin- und herpendeln, auf der Suche nach Identität, nach Arbeit, Karriere und Familienzusammenhängen, scheint Berking angenehmer als der bittere Ton von Attas Kollegin Taiye Selasi. Die postkoloniale Welt mit ihren nicht totzukriegenden Rassismen schildert Atta laut Berking in dieser Geschichte eindrucksvoll.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.10.2013

Almut Seiler-Dietrich findet diesen auch um das Konzept "Afrikanischer Literatur" mit seinen Schwierigkeiten kreisenden Roman der Nigerianerin Sefi Atta ganz und gar nicht exotisch. Dafür steht für die Rezensentin die Vielfalt der von der Autorin angeschlagenen Themen, von der Sehnsucht alleinstehender Frauen bis zum Leben im Chaos von Lagos. Auch wenn Seiler-Dietrich darüber bei Atta schon mal Humorvolleres gelesen hat (und zwar im 2010 erschienenen Roman "It's my turn"), findet sie den kritischen Blick der Autorin auf ihre Heimat erfrischend.
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