Voltaire

Der Fanatismus oder Mohammed

inklusive der Essays Predigt der Fünfzig und Von dem Korane und dem Mahomed
Cover: Der Fanatismus oder Mohammed
Verlag Das kulturelle Gedächtnis, Berlin 2017
ISBN 9783946990024
Gebunden, 160 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Tobias Roth. Voltaires Tragödie Der Fanatismus oder Mohammed stellt Macht und Manipulation exemplarisch dar: Der religiöse Fanatismus wird zur politischen Waffe. Das Stück ist ein drastischer Ruf der Warnung. Der katholische Klerus ließ das Stück sofort verbieten, Voltaire widmete es sofort dem Papst. Der Fanatismus oder Mohammed erzählt eine haarsträubende und gewöhnliche Geschichte: Hirn und Herz eines jungen Mannes werden gewaschen, die Religion lässt ihn zum Mörder werden. Sein Auftraggeber ist der Prophet Mohammed, der die Stadt Mekka erobern will - und triumphiert. Die Neuübersetzung der Tragödie wird ergänzt durch Voltaires Widmungsbriefe an Friedrich II. und den Papst, sowie durch zwei schonungslose Streitschriften: In ihnen rechnet Voltaire mit den drei Buchreligionen gleichermaßen ab. Die Predigt der Fünfzig zerlegt die Bibel, Von dem Korane und dem Mahomed den Koran - dieser Essay wird in einer zeitgenössischen Übersetzung von Gotthold Ephraim Lessing präsentiert. Es geht Voltaire nicht um eine einzelne Religion, er schreibt gegen den Missbrauch des Göttlichen und gegen den Fanatismus an.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2017

Helmut Mayer scheint die Neuübersetzung von Voltaires Tragödie aus dem Jahr 1741 durch Tobias Roth ambitioniert. Die gereimten Alexandriner meistert Roth auf beeindruckende Weise, findet Mayer. Auch das Nachwort und die beigegebenen Texte aus dem Umkreis des Stückes liest der Rezensent mit Gewinn, verdeutlichen sie ihm doch Voltaires Absicht, mit seinem Text den religiösen Fanatismus aufs Korn zu nehmen. Für Mayer ein schönes Beispiel hoher französischer Tragödien-Schule und eine Erinnerung an eine historische Dramenform.

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