Mit 29 hängte sie ihren Job als TV-Redakteurin an den Nagel und ging zur Sprengschule nach Dresden: "Nur berichten war mir nicht genug, ich wollte die Situation der Menschen verbessern." Seitdem ist Vera Bohle zu Minenräumungseinsätzen in den Krisengebieten der Welt unterwegs: in Mosambik und Simbabwe, in Albanien, Bosnien und im Kosovo und zuletzt in Afghanistan.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.04.2004
Louise Brown ist ziemlich beeindruckt von diesem autobiografischen Bericht, in dem Vera Bohle ihr Leben als Minenräumerin in Kriegs- und Krisengebieten wie in Afghanistan, im Kosovo und in Mosambik beschreibt. Die Erlebnisse der Autorin klingen mitunter wie ein "schlechter Film", so die Rezensentin, die aufgrund der gefährlichen Einsätze beim Lesen "immer wieder den Atem" angehalten hat. Brown räumt ein, dass man im Dickicht der Regionen, der vielen Namen von Mitarbeitern und den minutiösen Beschreibungen der Minenräumaktionen durchaus in Gefahr gerät, den Überblick zu verlieren. Dennoch lobt sie das Buch als sehr "lesenswert", auch wenn es einige "Straffung" insbesondere bei den detaillierten Berichten über die Entschärfung von Munition hätte vertragen können, wie die Rezensentin zugibt. Denn dieses Buch ist nicht nur immer wieder einfach sehr spannend, sondern es berichtet "ungeschönt" über ein wichtiges und aktuelles Thema, so Brown eingenommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.03.2004
"Präzise und lebendig" schildere Vera Bohle ihren Arbeitsalltag als Minenräumerin in internationalem Krisengebiet, so Rebecca Hillbauer in ihrer wohlmeinenden Besprechung. Bohle beschreibe dabei nicht nur die Strapazen einer hoch riskanten Tätigkeit, sondern berichte auch über politische Hintergründe ihrer Einsätze und teile neben vielen Details aus der Minenkunde und "skurrilen Begebenheiten" auch so manche Anekdote mit, die es zu verdeutlichen vermag, was es heißt, die einzige Frau in einem Minenräumteam zu sein.
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