Ludger Hagedorn (Hg.)

Tschechische Philosophen

Klima, Radl, Patocka, Havel, Kosik
Cover: Tschechische Philosophen
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2002
ISBN 9783421052421
Gebunden, 468 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Mit einem Nachwort von Ludger Hagedorn. Aus dem Tschechischem von Ludger Hagedorn und Markus Sedlazcek. Ein Querschnitt durch die tschechische Philosophie des 20. Jahrhunderts: Neben den pragmatischen Realisten und Moralphilosophen Emanuel Radl, dem herausragenden Repräsentanten des akademischen Geisteslebens der Zwischenkriegszeit, rückt der philosophische Wüterich und Egomane Ladislav Klima, dessen nonkonformistisches Werk lange verschwiegen wurde. Zum Dramatiker und Essayisten Vaclav Havel, der aus der Dissidenz an die Spitze des Staates katapultiert wurde, gesellen sich dessen Mentor Jan Patocka und Karel Kosik, zwei Philosophen von erstem Rang, die ihren Einsatz für politische Reformen teuer bezahlen mussten. Was diese Denker von Weltruf verbindet, ist ihre Überzeugung, dass jeder philosophische Gedanke erst dann seine volle Bedeutung entfaltet, wenn er zu einer Praxis des Lebens wird.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.03.2002

Trotz aller Kritik an den Inhalten lobt der mit "rox" zeichnende Rezensent in seiner knappen Rezension die Tatsache, dass dieses Buch entstanden ist - denn die tschechischen Philosophen stellten "eine empfindliche Kenntnislücke" dar. In diesem Buch würden die wichtigsten Philosophen des vergangenen Jahrhunderts zu Wort kommen und zeigen, dass es auch im Prager Frühling Ansätze eines "Einsatzes für Humanität und Menschenwürde" gegeben habe, selbst wenn die Unterschiede zwischen den Philosophen überaus groß und einige unter ihnen teils nicht ganz ernst zu nehmen seien.