Tytus Jaskulowski

Von einer Freundschaft, die es nicht gab

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR und das polnische Innenministerium 1974-1990
Cover: Von einer Freundschaft, die es nicht gab
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2020
ISBN 9783525367612
Gebunden, 464 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Die Beziehung zwischen dem Ministerium für Staatssicherheit und dem polnischen Innenministerium bzw. dessen Geheimdienst war eine der schwierigsten innerhalb des Warschauer Paktes. Der Band beschreibt das Mit- und Gegeneinander beider Geheimdienste anhand umfangreicher Quellenrecherchen und in detaillierter Betrachtung ihrer divergierenden Interessenlagen. Hinter der Fassade einer offiziell verordneten und vertraglich vereinbarten Freundschaft herrschte abgrundtiefes Misstrauen. Die polnische Perspektive offenbart zudem überraschende Schwachstellen der Stasi. Den zeitlichen Schwerpunkt bilden die Jahre 1974 bis 1990, doch nimmt die Studie auch die frühen Jahre seit 1949 in den Blick. Im frostigen Verhältnis der verbündeten Geheimdienste spiegelt sich stets auch das problematische Verhältnis der beiden "Bruderstaaten" zueinander.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.06.2021

Rezensent Helmut Müller-Enbergs zeigt sich enttäuscht von Tytus Jaskulowskis Habilschrift zur Beziehung zwischen dem MfS der DDR und dem polnischen Nachrichtendienst. Nichts, was der Autor laut Rezensent nicht schon in einem Aufsatz von 2016 festgehalten hat, namentlich die im Buchtitel aufgehobene These. So solide der Forschungsstand zum Thema im Buch zusammengefasst wird, so unbefriedigend erscheint dem Rezensenten die Belegpraxis des Autors (trotz 1615 Fußnoten und 395 Literaturstellen). Für Müller-Enberg ist das Buch keine Zierde für die Reihe "Analysen und Dokumente".
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