Vor 350 Jahren starb Rembrandt van Rijn, der bis heute bekannteste Künstler der Niederlande und einer der bedeutendsten der Welt. Das Rijksmuseum Amsterdam beauftragte den niederländischen Comiczeichner Typex, Rembrandts Biografie zu zeichnen.
Typex wollte mit seinem Comic weniger eine genaue Biografie als ein "psychologisches Porträt" Rembrandts zeichnen, erklärt Rezensent Ralph Trommer, und das ist dem Autor zufolge hervorragend gelungen: Rembrandt wird ausschließlich aus der Sicht verschiedener Zeitgenossen gezeigt und die Sprünge zwischen verschiedenen Lebensabschnitten des Malers tun ihr Übriges, um ein ganzheitliches Bild von einem geldgierigen, aber misanthropischen Menschen entstehen zu lassen, so Trommer. Durch die Auseinandersetzung des egozentrischen Rembrandts mit seiner Umwelt kommt in den Augen des Kritikers nebenbei ein "burlesk-frivoles Sittenbild der holländischen Gesellschaft des 'Goldenen Zeitalters'" zustande, das Trommer abwechslungsreich und kreativ gezeichnet findet - ein großes Lob!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.11.2019
Rezensent Gottfried Knapp ist beeindruckt von der umfangreichen Graphic Novel über Rembrandt vom holländischen Comiczeichner Typex. Der von den Kuratoren des Rijksmuseums in Amsterdam in Auftrag gegebene Band erzählt in Bildern vom Leben des großen Malers und nimmt dabei vor allem auch dessen unglamouröse und tragische Momente in den Blick, wie Knapp vermittelt. Der Rezensent lobt diese Beschränkung, durch die eine Annäherung an den Menschen Rembrandt und auch an sein Werk gelungen sei. Dabei mache sich der Zeichner die Comic-Form zunutze, wenn er beispielsweise die Ratten, die die Pest in Rembrandts Haus bringen, in "monströser Übergröße" abbildet und so dem "realen Grauen" ganz nah kommt, staunt Knapp. Auch die gewaltigen Städtebilder am Anfang des Buchs findet der Rezensent brillant. Die Rechnung der Auftraggeber, dass bei dieser mutigen Kombination "etwas Außerordentliches" entstehen könne, scheint laut Knapp aufgegangen zu sein.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 09.10.2019
Eva Hepper vergnügt sich mit der Graphic Novel von Typex, alias Raymond Koot. Die gezeichnete Biografie des Künstlers Rembrandt van Rijn erscheint ihr originell, umfassend (weil Werke, Rezeption und Zeitgenossen behandend) und zeichnerisch variantenreich. Mal sepiafarben, mal knallig bunt, mal detailliert, mal panoramatisch bringt Typex der Rezensentin den Künstler nahe. Als Einführung zu Rembrandt taugt der Band laut Hepper allerdings nicht, dafür bleiben zu viele rätselhafte Szenen, meint sie.
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