Velázquez gilt als der größte Maler aller Zeiten. Über sein Leben wissen wir bisher aber kaum etwas. Mittels der eigentümlichen Geschichte seines leidenschaftlichsten Verehrers, des viktorianischen Buchhändlers John Snare, befördert die Kunstkritikerin Laura Cumming in ihrer Doppelbiografie Erstaunliches über den großen Spanischen Meister zutage. Bei einer Auktion kauft John Snare das verstaubte Porträt eines Prinzen und versucht für den Rest seines Lebens zu beweisen, dass es sich bei dem Gemälde um einen echten Velázquez handelt. Wie besessen spürt er dem Geheimnis um die Herkunft des Kunstwerks hinterher. Cumming verwebt diese Geschichte geschickt und eindrücklich mit Betrachtungen der Gemälde des spanischen Hofmalers und lässt uns sein Werk neu entdecken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.12.2017
Fasziniert hat Rezensent Harald Eggebrecht diese Studie der britischen Kunstkritikerin Laura Cumming gelesen, die sich hier auf die Spuren des Buchhändlers John Snare begibt, der im 19. Jahrhundert einen angeblichen Velazquez entdeckte und sich zeit seines Lebens der Erforschung der Echtheit und Provenienz dieses Gemäldes widmete. Cumming vermag nicht nur spannend und elegant von ihrer Recherche über den viktorianischen Kunstamateur zu erzählen, sondern sie gewährt auch erhellende Einblicke in Leben und Werk von Velazquez, lobt der Kritiker, der auch mit der Übersetzung von Tobias Schnettler sehr zufrieden ist.
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