Bernhard Schnackenburg

Jan Lievens

Freund und Rivale des jungen Rembrandt
Cover: Jan Lievens
Michael Imhof Verlag, Petersberg 2016
ISBN 9783731900818
Gebunden, 488 Seiten, 128,00 EUR

Klappentext

Jan Lievens (1607-1674), Rembrandts Jugendfreund, der bereits früher als dieser den Künstlerberuf ergriff, wird heute wieder ähnlich hoch geschätzt wie zu seinen Lebzeiten. Zahlreiche Publikationen und mehrere Einzelausstellungen wurden seiner Kunst in jüngerer Zeit gewidmet. Die vorliegende Monographie erfasst in ihrem Text und kritischen Katalog zum ersten Mal das umfangreiche und vielseitige Leidener Frühwerk von Jan Lievens, seine Gemälde, Zeichnungen und Radierungen aus den Jahren 1623 bis 1632. Neben der Vollständigkeit und der Einordnung in den Kontext der niederländischen Zeitgenossen vor allem aus Haarlem, Utrecht und Antwerpen wurde besonderer Wert auf die Chronologie gelegt. Erst auf dieser Grundlage erschien es möglich, das vieldiskutierte Verhältnis des Künstlers zu Rembrandt genauer zu bestimmen als bisher. Zum Vorschein kam eine höchst lebendige Wechselbeziehung von Geben und Nehmen zwischen zwei intensiv nach neuen Wegen suchenden jungen Künstlern, deren weitere Entwicklung nach ihrem Wegzug von Leiden sehr unterschiedlich verlief. Auch Rembrandts Leidener Frühwerk erscheint nun in einem neuen Licht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.02.2017

Werner Busch empfiehlt Bernard Schnackenburgs Buch sowohl Studenten der Kunstgeschichte als auch interessierten Laien, auch wenn die Lektüre nicht immer leicht ist, wie er einräumt. Schnackenburgs Präsentation des von ihm etablierten Frühwerks von Jan Lievens scheucht den Rezensenten mitunter ganz schön zwischen Katalog- und Textabbildungen hin und her. Die Belohnung für die Mühe erkennt Busch in der augenöffnenden kunsthistorischen Feinarbeit, mit der der Autor etwa die wechselseitige Beziehung zwischen Lievens und Rembrandt bezeugt. Nur manchmal hätte sich Busch einen noch pointierteren Vergleich gewünscht.

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