Mendele der Buchhändler ist eine Erfindung des literarischen Meisters Sholem Yankev Abramovitsh. Mendele fährt mit Pferd und Wagen durch die Ukraine, um Juden mit Büchern zu versorgen. Auf seinen Fahrten werden ihm Manuskripte angeboten, die er ediert und mit erläuternden Vorworten versehen herausgibt. Diese Fiktion hielt Abramovitsh vom Beginn seiner Karriere als jiddischer Schriftsteller im Jahr 1864 konsequent aufrecht. Bei Abramovitshs Tod 1917 war Mendele als Autor ebenso verstörender wie witziger jiddischer Romane überall bekannt und der Name Abramovitsh nahezu ausgelöscht. Dieses Buch erzählt das Abenteuer seines Lebens und erklärt seine Werke.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.12.2014
Wie Martin Walser lernt auch Judith N. Klein mit Susanne Klingensteins Buch über den Begründer der klassischen jiddischen Literatur, Sholem Yankev Abramovitsh alias Mendele Moicher Sforim, die jiddische Literatur kennen. Den Band mit seinen Abbildungen findet sie gelehrt und lebendig zugleich. Die Darstellung scheint ihr dem an Wendungen und Widersprüchen reichen Leben und Werk Abramovitshs gerecht zu werden. Abramovitsh erscheint als Wortwerker, schreibt Klein, dem es gelang, über Assimilation, Flucht und Vernichtung zu erzählen und in seinen Büchern die ostjüdische Lebenswelt abzubilden.
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