Susanne Gaschke

Volles Risiko

Was es bedeutet, in die Politik zu gehen
Cover: Volles Risiko
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2014
ISBN 9783421046598
Gebunden, 256 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Susanne Gaschke war jahrelang Journalistin und kennt die Regeln des Politikbetriebs in Deutschland. Irgendwann wollte sie selbst Verantwortung übernehmen. 2012 von den Kielern als Kandidatin der SPD-Basis zur Oberbürgermeisterin gewählt, machte sie sich auf, die politische Arbeit offener zu gestalten, bürgernah, ohne eingefahrene Rituale. Ein Jahr später trat sie zurück, im Wirbel eines seltsamen Skandals, der bundesweit Beachtung fand. Was ging schief? Offen schildert Susanne Gaschke ihre Erfahrungen an der Spitze einer großen Verwaltung, die Mechanismen des politischen Geschäfts, die Machtspiele, die den politischen Alltag oft stärker prägen als das Ziel, ein Problem zu lösen. Sie beschreibt, wie es ist, im Kreuzfeuer der Kritik zu stehen, vor allem aber zeigt sie, warum sich unsere Art, Politik zu machen, ändern muss.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.10.2014

Zum Schluss kommt Ralf Wiegand doch noch der Gedanke, dass etwas dran sein könnte an Susanne Gaschkes Darstellung der Kieler Geschehnisse, die sie das Amt der Oberbürgermeisterin und noch eines mehr kosteten. Zumindest weiß er, dass ihre politischen Gegner wie Ralf Stegner und Torsten Albig durchaus unangenehm werden können. Dass sie aber solch intrigante Strippenzieher sind, wie Gaschke ihnen vorwirft, will er nicht glauben. Überhaupt nimmt er ihren Bericht nicht wirklich ernst. Zwar attestiert Wiegand der gestürzten Politikerin in ihrem Buch Genauigkeit und Schärfe, aber eben auch die "Betroffenheit des Opfers".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.09.2014

Rezensent Ralf Stegner hat Mitleid mit der Autorin. Für ihn macht Susanne Gaschke, Zeit-Journalistin und ein knappes Jahr lang Kieler Oberbürgermeisterin, in diesem Buch alles falsch. Laut Stegner wiederholt sie damit die Fehler, die sie das Amt gekostet haben: Selbstgerechtigkeit, Hybris, Larmoyanz. Als Verschwörungsgeschichte a la Barschel taugt das Buch für lange graue Winterabende nur bedingt, findet Stegner. Zu emotional scheint ihm der Text, zu subjektiv, selbstgerecht, widersprüchlich in sich und viel zu wenig selbstironisch.
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