Beinahe täglich fliegen unbemannte, schwer bewaffnete Drohnen ihre von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkten Einsätze. Vor Bildschirmen sitzende Krieger in US-amerikanischen Militärbasen, britischen und demnächst vielleicht auch deutschen Kasernen töten per Mausklick nach politischen Vorgaben. Im Fadenkreuz dieses für die Täter digitalen und die Opfer tödlichen Vorgangs befinden sich Islamisten und andere als Feinde der demokratischen Ordnung ausgemachte Personen. Peter Strutynski versammelt Rüstungsexperten, Völkerrechtler und Friedensaktivisten, die sich mit der Geschichte dieser Waffentechnik auseinandersetzen. Zudem werden die technischen Grundlagen und Unterschiede von Aufklärungs- und Kampfdrohnen behandelt. Völkerrechtliche und ethisch-moralische Fragen beschäftigen sich mit der Strategie gezielter Tötungen und stellen damit einen Kernpunkt des Buches dar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2014
Einblicke in die Facetten eines schwierigen sicherheitspolitischen wie technologischen Themas bietet dieser Sammelband mit Beiträgen von Autoren aus der Friedensforschung zur Kriegführung mit bewaffneten Drohnen dem Rezensenten. Hans Ehlert irritiert zwar der plakative Titel, die deutliche politische Tendenz einiger Texte sowie Redundanzen zwischen den einzelnen Beiträgen. Die geäußerte Kritik in Punkten der Militärtechnologie, des Völkerrechts und der Rüstungskontrolle, insbesondere an die Adressen der USA, Großbritanniens und Israels scheint Ehlert allerdings nachvollziehen zu können.
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