Kaum eine andere Politikerin ruft so zwiespältige Reaktionen hervor wie die bayerische Polit-Rebellin Gabriele Pauli. Sie ließ die CSU erbeben, indem sie maßgeblich am Sturz Edmund Stoibers beteiligt war. Dabei nahm sie kein Blatt vor den Mund: Je provokanter, desto besser. Als "rote Rebellin" ging sie in die Politikgeschichte ein, doch sie wäre nicht Gabriele Pauli, schriebe sie ihre Geschichte nicht weiter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2014
Macht Albert Schäfer sich lustig über dieses Buch, die Autobiografie von Gabriele Pauli, der roten Rebellin im Kampf gegen Huber, Beckstein et al.? Nein, nein. Schäfer gefällt nur außerordentlich gut, was und vor allem wie Pauli erzählt -operettenhaft mehrdimensional und unterhaltsam. Es treten auf: Marx und Erhard, Alice Schwarzer, Stoibers Vasallen und, berückend angelegt, wie Schäfer versichert: jede Menge angesichts der roten Haarpracht und des Motorrads der Autorin höchst irritierte Herren. Dass der Band für Schäfer zugleich als politische Biografie durchgeht, ist eigentlich ein Wunder.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…