Susanne Garsoffky, Britta Sembach

Der tiefe Riss

Wie Politik und Wirtschaft Eltern und Kinderlose gegeneinander ausspielen
Cover: Der tiefe Riss
Pantheon Verlag, München - Berlin 2017
ISBN 9783570553350
Kartoniert, 256 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Unser Sozialsystem benachteiligt Eltern, weil wir zwar Kinder brauchen, um es zu finanzieren, Kinder groß zu ziehen aber kaum honoriert wird. Arbeitgeber bevorzugen Kinderlose, dadurch ist Kinderlosigkeit gerade für gut ausgebildete Männer und Frauen ein attraktives Lebensmodell geworden. Kinderlose wiederum zahlen in den meisten Unternehmen mit Überstunden für die fehlgeschlagene Vereinbarkeitspolitik der vergangenen Jahre. So entsteht ein tiefer gesellschaftlicher Riss. Um ihn zu überbrücken, brauchen wir ein gerechtes, völlig umgestaltetes Sozialsystem - weg vom Generationenvertrag - und ein Umdenken in den Unternehmen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.09.2017

Rezensent Johan Schloemann erfährt bei den Journalistinnen Susanne Garsoffky und Britta Sembach, wie tief der Riss zwischen Eltern und Kinderlosen wirklich ist. Das Debattenbuch macht ihn auf das von Vorwürfen und Triumphalismus geprägte Verhältnis aufmerksam und sucht nach Auswegen aus dem primär strukturellen Problem, der Unfähigkeit, Privatleben und Sozialpolitik zusammenzudenken. Das bedingungslose Grundeinkommen ist nur einer der konkreten Vorschläge im Buch, meint Schloemann.
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