Herausgegeben von Manfred Blänkner und Axel Bernd Kunze. Wussten Sie es? Bedeutende Sozialdemokraten und Vordenker der sozialen Demokratie waren Mitglieder studentischer Korporationen. Zu ihnen gehörten Ferdinand Lassalle, Wilhelm Liebknecht, Eduard David, Karl Barth, Paul Tillich, Fritz Bauer, Ludwig Bergsträsser, Detlef Carsten Rohwedder. Für sie vertraten SPD und Korporationen ähnliche Überzeugungen: gelebte Solidarität, eine demokratische Diskussionskultur, lebenslange Weggenossenschaft. Der vorliegende Band dokumentiert anhand von 20 Kurzbiografien dieses enge Verhältnis von verbürgten sozialen Demokraten und Korporationen. Der Band wird abgerundet mit einem Aufsatz von Peter Brandt zum Erbe der Urburschenschaft sowie Berichten und Essays zum heutigen Verhältnis zwischen der SPD und studentischen Verbindungen. Mit einem Vorwort von Erhard Eppler.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2016
Christopher Dowe findet den von Manfred Blänkner und Axel Bernd Kunze herausgegebenen Sammelband unbefriedigend. Mag er als Selbstverständnis-Übung für Insider des Lassalle-Kreises taugen, meint Dowe, als Darstellung des Verhältnisses von Korporationen und sozialdemokratischer Bewegung reichen die Beiträge über sozialdemokratische Korporierte und Positionen des Lassalle-Kreises nicht tief genug und sind auch nicht systematisch genug. So hinterlässt der Band beim Rezensenten in etwa den Eindruck einer Selbstvorstellung deutscher Studentenkorporationen aus dem Jahr 1900, bunt gefächert zwar, aber eben auch mitunter mythisch übersteigert.
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