Peter Michalzik

1900

Vegetarier, Künstler und Visionäre suchen nach dem neuen Paradies
Cover: 1900
DuMont Verlag, Köln 2018
ISBN 9783832198732
Gebunden, 414 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Peter Michalzik zeichnet in "1900" ein Panorama vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Ob die faszinierenden Richthofen-Schwestern oder der halluzinierende Friedrich Nietzsche, ob der einsiedlerische Hermann Hesse oder der schlaflose Max Weber - sie alle dachten das Leben neu und kreierten eine Gegenkultur, die bis heute wirksam ist. Reformpädagogik und Körperkult, Psychologie und freie Liebe, Pazifismus, Wellness und Vegetarismus - all dies entdeckten zivilisationskritische Künstler, Intellektuelle und Visionäre vor über hundert Jahren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2018

Wie ein "Adressbuch der Intellektuellen" des beginnenden 20. Jahrhunderts erscheint Rezensentin Hannelore Schlaffer Peter Michalziks üppige Studie über die Lebensreformbewegung auf dem Monté Verita - und das bedeutet für die Kritikerin nichts Gutes. Von den Vorläufern der Bewegung, etwa Nietzsche, bis zu deren Ende in den Zwanzigern erzählt ihr der Frankfurter Journalist in unzähligen, typografisch voneinander abgesetzten Miniaturen aus dem Leben jedes noch so unwichtigen Teilnehmers - jedoch ohne jene klar zu umreißen oder dem Leser näher vertraut zu machen, fügt die Rezensentin hinzu. Statt allzu großer Einfühlung in die Figuren hätte sich Schlaffer mehr historische Distanz und Fakten gewünscht.
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