Paul Nolte

Lebens Werk

Thomas Nipperdeys Deutsche Geschichte
Cover: Lebens Werk
C.H. Beck Verlag, München 2018
ISBN 9783406721410
Gebunden, 368 Seiten, 39,95 EUR

Klappentext

Drei dicke Bände, fast 2700 Seiten: Thomas Nipperdeys Deutsche Geschichte 1800 - 1918 gehört nach allgemeiner Übereinstimmung zu den großen Werken der Geschichtsschreibung. Aber wie und warum entsteht ein solches Buch? Wodurch genau wird es zum Meisterwerk? Paul Nolte schreibt mit dieser Biografie eines Buches eine spannende Archäologie geisteswissenschaftlicher Arbeit und hält zugleich ein wunderbares Plädoyer für die unersetzbare Einzigartigkeit von Büchern. Auf der Grundlage eines ungewöhnlich reichhaltigen Quellenmaterials rekonstruiert Paul Nolte in diesem Buch über ein Buch dessen Entstehung von der allerersten Idee über das Schreiben und die Wirkungsgeschichte bis zur Erlangung des kanonischen Status als "Meisterwerk" und dem allmählichen Vergessen werden danach.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2018

Cord Aschenbrenner ist fasziniert von Paul Noltes Ansatz, ein Standardwerk der Historiografie archäologisch zu erkunden. Wie Thomas Nipperdeys "Deutsche Geschichte 1800-1866" entstand, wie Wissen überhaupt entsteht und unter welchen Bedingungen, kann ihm Nolte schichtweise, kenntnisreich und feinfühlig anhand des Nachlasses entschlüsseln. Dass der Autor dabei auch Nipperdeys Antipoden Hans-Ulrich Wehler ins Spiel bringt, findet Aschenbrenner nachvollziehbar und erhellend. Ein fesselndes Buch, meint er.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2018

Rezensent Patrick Bahners zeigt sich ein bisschen enttäuscht, dass Paul Nolte ihm nicht verrät, was er an Thomas Nipperdey und seinem Hauptwerk so spannend findet. Über die Entstehungsgeschichte von Nipperdeys "Deutscher Geschichte" erfährt der Rezensent bei Nolte dafür umso mehr. Wie Nolte aus dem Nachlass und aus Verlagsakten eine "Lebenswerkgeschichte" schreibt, die mehr zu bieten hat als das Buch, hat den Rezensenten beeindruckt. Schön lebendig erscheint ihm etwa das Kapitel über das Feilschen um den besten Verlag, den besten Preis und sogar die Breite des Buchrückens. Ein gutes Lektorat, das überflüssige Informationen tilgt, hätte Noltes Buch allerdings nötig gehabt, meint Bahners.