Das Lexikon ist Lesebuch und Nachschlagewerk für jeden, der sich über die bedeutendsten Historiker der Weltgeschichte informieren will. In fast 600 Artikeln werden Personen vorgestellt, die dadurch, dass sie Geschichte überliefert und beschrieben, oftmals auch Geschichte gemacht haben. Werkverzeichnis, bibliographische Hinweise, Register und Zeittafel erschließen das Buch den vielfältigsten Ansprüchen. Für die vorliegende 2. Auflage wurde das Lexikon völlig neu bearbeitet, bibliographisch aktualisiert und um etwa sechzig neue Artikel ergänzt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2002
Zwischen fröhlichem Spott und galligem Unmut schwankt die Haltung des Rezensenten Patrick Bahners zu dieser 2. Auflage des Lexikons. Vor allem der Behauptung der Herausgeber, diese sei "völlig neu bearbeitet", geht er nach, bis ins Detail. Das beginnt mit den Titelvignetten, setzt sich dann aber mit der Untersuchung der versprochenen Aktualisierungen fort. Hier fällt das Ergebnis freilich wenig erfreulich aus, in Sachen Ranke, meint Bahners, hat sich in letzter Zeit in der Forschung viel getan. Niederschlag im Lexikon finde das nicht, da befinde man sich, lästert er, noch auf dem Stand von 1860. Heiter im Ton, eher bitter in der Sache schildert er den Eiertanz, den die Entdeckung von nazifreundlichem Schrifttum im Werk Theodor Schieders im entsprechenden Artikel nach sich gezogen hat. Und schön, meint er abschließend, dass auch die Historikerzunft nach "hundertzwanzig Jahren" gemerkt hat, dass Nietzsches "Zweite unzeitgemäße Betrachtung" etwas mit ihr zu tun haben könnte.
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