Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.02.2004
Eine vielfältige Dokumentation über die jüdische Geschichtswissenschaft und ihre spezifische Rolle bei der Säkularisierung der jüdischen Vergangenheit las Michael Brenner in dem von Ulrich Wyrwa herausgegebenen Band "Judentum und Historismus". Ihre Besonderheit bestand darin, wie beispielsweise der israelische Historiker Jacques Ehrenfreund "anschaulich" zeigt, dass sie sich wesentlich an der Frage nach dem Bürgerrecht der Juden ausrichtete und nicht zuletzt ein Werkzeug sein wollte, um dieses zu erlangen. Als besonders verdienstvoll lobt der Rezensent den Vergleich der Historiographie verschiedener Nationalitäten, der einerseits ihre Verwendung als "Waffe im Kampf um rechtliche und soziale Gleichstellung" zeige, andererseits aber auch die Verklärung der je nationalen jüdischen Teilgeschichte zum "zentralen Element der jüdischen Moderne".
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