Gemeinsam mit dem ecuadorianischen Fotografen Pablo Corral Vega präsentiert der weltberühmte Schriftsteller Mario Vargas Llosa mit diesem Bildband eine Liebeserklärung an die Berge seiner Kindheit. 1995 begann der Fotograf Pablo Corral Vega eine Reise, die ihn die gesamte Länge der Anden entlang führte. Für Corall Vega, aufgewachsen in Ecuador im Schatten der sich über 7500 Kilometer erstreckenden Bergkette, war diese Reise mehr als nur ein Abenteuer - es wurde eine Suche nach Identität. Er zeigt die Anden und Südamerika als eine Landschaft der geographischen Extreme und außergewöhnlichen menschlichen Vielfalt. Inspiriert von den einzigartigen Fotografien, verfasste Mario Vargas Llosa eine literarische Huldigung an seine Heimat und das Leben in den Anden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2003
Mario Vargas Llosa, 1936 in der südperuanischen Stadt Arequipa in den Anden geboren, hat als Schriftsteller und Journalist Andenraum und dessen indianisch geprägte Kultur wiederholt thematisiert. Für den "prachtvollen" Bildband "Anden" des Fotografen Pablo Corral Vega aus Ecuador hat er nun den Text beigesteuert, berichtet Rezensent Georg Sütterlin. Doch anders als bei solchen Bänden üblich liefert Vargas Llosa zur Freude Sütterlins keinen datengespickten Aufsatz, sondern "imaginäre Monologe, die den porträtierten Personen einzelner Fotografien in den Mund gelegt sind". Auf diese Weise, schwärmt Sütterlin, entstehe das "impressionistische Kaleidoskop" eines Lebensraums, dessen Gemeinsamkeiten, wie Bild und Text belegten, über die nationalen Grenzen hinausgehen.
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